Sonntag, März 30, 2008

Umzug

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Mittwoch, November 28, 2007

Change Talk

Wie kommt es dazu, dass Menschen ihr Leben verändern ?
Meist bemerke ich bei meinen Klienten (und auch bei mir selbst) dass man zunächst in einer ambivalenten Phase steckt. Man weiss, man müsste etwas verändern, kann oder will aber jedoch noch nicht. Kosten und Nutzen des alten Zustandes halten sich mit denen der Veränderung die Waage. Man steckt in eine Art "Gefangenen-Dilemma". Treten die Ambivalenzen dieses Zustandes nun in Kontakt mit der Diskrepanz zwischen Erwartung und Erfüllung eigener Ansprüche mit sich selbst, dann ergibt sich aus Ambivalenz und Diskrepanz eine Art Interaktion, bei der sich die Motivation zur Veränderung erhöhen kann und zu einer Veränderung führen kann. Werde ich mir bewußt, dass mein Leben nicht so verläuft, wie ich es eigentlich erwarte, so hat diese Diskrepanz das Potenzial, ein Gefangenen- Dilemma aufzulösen. Systemiker unter uns brigen diesen Umstand mit dem Begriff der Paradoxie einher, welche oft Veränderungen in einem System auslösen kann. Für Menschen, die Organisationen (oder Gemeinden) führen bedeutet das, dass sie über eine Fokussierung dieser Diskrepanz unter Toleranz von ambivalenten Zuständen im Gruppenprozess eine Art Change- Talk in der Gemeinde oder Organisation enstehen lassen können, welcher paradoxe Situationen nutzen kann, eine umfassende Veränderung einzuleiten. Wieder wird klar, dass die Führunjg von Organisationen und Gemeinden nicht ohne Beteiligung der Basis geschehen sollte. Man würde viel Potenzial verschenken, wenn man paradoxe Potenziale in der Basis ausser Acht ließe...

Dienstag, November 13, 2007

Sündenfall

Letzten Sonntag trafen wir uns mal wieder in der Datscha zu einem philosophiosch-theologischen Brunch. Als Thema waren Gedanken rund um den Umstand des Sündenfalls angesetzt. Ein paar Schlaglichter und Gedanken aus unserem gemeinsamen Gespräch wirken bei mir extrem nach:

Das Wesen des Sündenfalls als Trennung.
Trennung zwischen Gut und Böse, zwischen Mednsch und Gott, zwischen Mann und Frau, zwischen Mensch und Schöpfung. Irgendwie scheint es, als ob der Sündenfall miteinander Verwobenes von einander separiert. Als ob eine "Suppe" in ihre einzelnen Bestandteile aufgelöst wird und diese Bestandteile ihre Verbindung verlieren.

Die Entscheidung des Einzelnen, nur in bestimmten Bestandteilen des Verwobenen zu existieren.
Es scheint fast, als ob der Mensch, von Existenzängsten getrieben, seine abgetrennte Existenz sucht, als ob er beschließt, nur in der Kartoffel der Suppe zu sein.

Das "Wiederverwobensein" als Überwindung der Sünde
Sich dazu zu entschließen, wieder verwoben zu sein mit Gott, mit anderen Menschen, zwischen Mann und Frau, mit der Schöpfung, erscheint in der Möglichkeit des Neuen Seins in Christus als Weg der Heiligung...

Freitag, November 09, 2007

Gemeindekultur: Lobpreistexte

Letzten Sonntag habe ich in einer Gemeinde in einem missionarischen Gottesdienst gepredigt. Im Vorlauf zur Predigt gab es, wie in Gemeinden eine Lobpreiszeit. Nun, mit musikalischer Anbetung in Gemeinschaft habe ich momentan meine Probleme. Jedoch, wenn ich in anderen Gemeinden bin, singe ich normalerweise mit, weil ich diesen Ausdruck der Anbetung, welcher für viele ChristInnen wichtig ist wertschätzen möchte. Diesen Morgen jedoch blieben mir öfters die Lieder, spezieller ausgerdrückt, die Liedtexte im Halse stecken. In vielen, fast allen Liedtexten ging es wechselseitig um die Größe Gottes und unser menschliches Unvermögen. Jedoch in einer geballten Ladung, dass ich den Eindruck bekam, dass eine ganze Gemeinde den Sonntag damit verbrachte "Ich bin Scheiße und schlecht" zu singen. Die Liedtexte sprachen in einer so deutlichen Weise davon, wie schlecht und unvermögend Menschen sind, dass es mich fast erdrückte. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Liedtexte in Anbetungszeiten sorgfältig überprüft werden sollten. Denn etwas zu singen, hinterlässt nunmal besondere Spuren im Denken und in der Seele des Menschen.
Gott ist doch auch immer noch groß und Gott, auch wenn wir ein wenig besser von uns selber denken ?

Mittwoch, November 07, 2007

Gemeindekultur: 50+1

Eine Vorstellung, die ich von Gemeinde oder christlicher Gemeinschaft habe, ist die der ermutigenden Gemeinschaft. Ich wünsche mir, dass wir alls Menschen uns gegenseitig ermutigen. Das Gute in uns fördern und unsere Stärken bestätigen. Beobachte Dich selbst: Ist das, was Du über Dich denkst, über Deinen Partner, über Deine Freunde, Deine Gemeinde und Dein Leben überwiegend positiv ? Sind die Feedbacks oder Einschätzungen Deinerselbst oder Deines Umfeldes überwiegend mit guten Aussagen angefüllt ? Nun, ich denke, wir stehen in der Gefahr, überwiegend defizitär zu kommunizieren. Schwächen, Fehler, Unzulänglichkeiten, Versagen oder auch: Sünde in den Vordergrund und Mittelpunkt unseres Fokus zu stellen.
Eine einfache Hilfe zur Fokussierung auf Stärken, Gelungenes oder einfach nur des Guten mag eine Angewohnheit im Sinne der 50+1 - Regel sein: Versuche, was Du über Dich selbst, Deine Freunde, Deine Familie, Dein Umfeld, Deinen Job oder Deine Gemeinde sagst, mit mindestens 51 % gutem Feedback zu füllen. Ein erster Schritt zur Entdeckung, dass wir sehr viel mehr Stärken haben, als wir so denken... Ein erster Schritt zu einer ermutigenden Kommunikation.

Mittwoch, Oktober 31, 2007

Gemeindekultur: Was ist Liebe ?

"Liebe besteht darin,
einem anderen in einem spezifischen
Interaktionsbereich, Raum für seine
eigene Existenz in Koexistenz
mit sich selbst zu öffnen."

(Humberto Maturana)

Montag, Oktober 29, 2007

Gemeindekultur: Nach Entwicklungsfaktoren fragen

"Das ist ja cool!" oder: "Das hast Du gut gemacht!"
Kennst Du das ? Du erzählst, was dir gelungen ist, oder irgendetwas was gut gelaufen ist.
Und die Reaktion auf deine Erzählung ist ein "Cool!" oder: "Das hast Du gut gemacht!".
Nun, das ist nett und auch bekannt. Meistens wertschätzen wir den Erzählenden mit einem solchen positiven Satz. Wenn man nun aber nicht nur wertschätzen will und damit das Ganze beendenden will, sollte man eine Frage an die Wertschätzung anbinden: "Wie hast Du das geschafft ?". Eine solche Frage nach seiner Wertschätzung öffnet nämlich Potenzial zur Entwicklung. Wenn man den anderen nicht nur sagt: "Hey, das hast Du gut gemacht!", sondern ihn danach fragt, wie auf welche Weise das Gute gelungen ist, dann öffnet man den Raum für eine Reflektion, die dem erzählenden die Möglichkeit bietet, sich über seinen Erfolg bewußt zu werden, über seinen eigenen Anteil daran und über den Kontext, in dem es ihm leicht fällt, erfolgreich zu sein. In Gemeinden neigen wir dazu, nach einem "Zeugnis" Gott zu loben, ihm zu danken. Das ist ebenfalls sehr gut, denn Gott die Ehre zu geben ist nunmal richtig. Leider bleiben wir oft dabei stehen, ohne die positive Erfahrung für weitere Erfolge zu nutzen. Ermutigung geschieht vor allem dort, wo ich meinen Freunden die Chance gebe, sich aus dem Erfolg bei der Bewältigung einer Herausforderung weiteres Potenzial für die nächste Herausforderung zusichern.
Deshalb: Wenn dir das nächste mal jemand erzählt, wie er oder sie eine Situation oder Aufgabe oder einen Entwicklungsschritt erfolgreich gemeistert hat, dann frage ihn, nachdem Du deine Freude darüber zum Ausdruck gebracht hast, danach, wie er oder sie es geschafft hat, oder warum es diesmal erfolgreich war. Deine Freund oder Deine Freundin wird dann die Chance haben, sich über seine Ressourcen bewußt zu werden und diese bei der nächsten Herausforderung wieder zu aktivieren.

Freitag, Oktober 26, 2007

Gemeindekultur: Über das Gute nachdenken - über sich selbst nachdenken

Weiter, liebe Brüder: Was wahrhaftig ist, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was einen guten Ruf hat, sei es eine Tugend, sei es ein Lob - dem denket nach. (Phil. 4,8)

Wie schnell ist man dabei, seinen Tag zu reflektieren und sich dabei nur an den eigenen Schwächen, fehlern und unguten erlebins festzubeissen. Mal ehrlich: Wer von uns setzt sich abends hin und denkt an all seine Erfolge tagsüber.
Zumindest ich selbst muss mich bewußt dazu bewegen. Zuoft denke ich über Schiefgelaufenes, mein Versagen, und ungute Entwicklungen nach. Und entmutige mich damit selbst. Allzuschnell steigen in mir Tageserinnerungen auf, an Situationen, in denen ich mich nicht gut oder wohl gefühlt habe. Das Ergebnis meinerseits ist oft, dass ich eine negative Bilanz des Tages ziehe. Zumindest unbewußt. Und gehe dann schlafen mit den Gedanken daran, was noch erledigt, verbessert oder optimiert werden muss.
Seit einiger Zeit versuche ich mir anzugewöhnen, auf der Autofahrt nach Hause an meine Erfolge tagsüber zu denken. An Situationen, in denen ich mich gut, wohl oder auch mächtig oder: potent gefühlt habe. An die Dinge die mir gut gelungen sind. Das Ergebnis meiner Reflektionen, die eher mit guten Dingen angefüllt sind, ist ein anderes selbstbild: Ich fühle mich gut, ermutigt und habe das Gefühl, gut in meinem Job zu sein. Dass meine Freunde um mich herum gesegnet sind durch mich (so wie durch sie). Dass meine Klienten einen guten Sozialarbeiter haben usw.
Und so auch in Bereich des Glaubens: Ich versuche mir gerade abzugewöhnen, ständig zu bilanzieren, wo ich noch mehr Heiligung brauche. Wo ich noch weiterkommen muss. Sondern erfreue mich lieber an meinen bereits gemachten Fortschritten. In dem Wissen, dass dies nicht aus mir heraus passiert, ich wohl aber einen Anteil daran habe. Indem ich mich darauf einlasse, was Gott tut. Und auch manchmal kämpfe und hart an mir arbeite, wenn Gott mir das aufs Herz legt.
Übrigens habe ich mir die Worte "Versagen", "Fehler", "Sünde" abgewöhnt. Ich nutze für mich selbst das Wort "Optimierungspotenzieal". Damit möchte ich nicht verdrängen, dass es z.B. Sünde gibt. Klar gibt es die. Aber ich möchte auch an meinen Fehlern das Gute sehen: Das es da nämlich noch Potenzial zur Verbesserung gibt. Ohne dieses Entwicklungspotenzial fände ich mein Leben und meine Arbeit langweilig. - ich darf mich weiterentwickeln. Darf weiter reifen und mich weiter verbessern. Viele Erfolgserlebnisse stehen mir noch bevor- wie schön...

Donnerstag, Oktober 25, 2007

Für eine neue Gemeindekultur

Ich habe ja im letzten Post meine Kritik an der bestehenden Gemeindekultur der christlichen Landschaft geäußert. Wer mich kennt, weiß, dass ich nur ungern meine eigene Kritik im Raum stehen lasse, ohne einen auf Entwicklung abzielenden Vorschlag zu machen. Die letzte Woche habe ich sehr viel nachgedacht. Über mich selbst und meine Wünsche und Sehnsucht betreffend einer gelebten Gemeinschaft, oder nenne es "Gemeinde".
Noch einmal zusammenfassend: Ich kritisiere zutiefst die defizitär ausgerichtete Gemeindekultur, welche für mich aus einem einseitigen Heiligungsverständnis, sowie aus einem sehr negativ geprägten Menschenbild resultiert. Gerade in der Jesus-Freaks Kultur scheint mir ein negatives Selbstbild in der gelebten Glaubens- und Lebenspraxis verankert zu sein. Dieses zieht sich nicht durch alle Kreise, nicht jeder Jesus Freak, den ich kennen gelernt habe hat ein negatives Bild von sich selbst. Aber es scheint mir schon sehr vorherrschend zu sein. Das mag an verschiedenen Dingen liegen, deren Ursachen wohl sowohl theologisch- seelsorgerisch, als auch psychologisch zu reflektieren wären.
Meine Wunsch, meine Sehnsucht, aber auch meine Forderung an die bestehende christliche Gemeindekultur ist, dass ein Umfeld in unseren Gemeinschaften entsteht, in dem menschen positiv gestärkt werden. In denen Menschen erfahren, was sie alles könen, wozu sie in der Lage sind und was sie eigentlich in ihrer Identität in Christus sind. (Wer mich nun als heimlichen W+G Anhänger verdächtigen will, mag das tun. Leute die mich länger kennen, wissen, das seit Jahren Inhalt meiner Predigten immer wieder dieses Thema war und dass ich seit Jahren für ein neues Bewußtwerden der Identität in Christus plädiere. An dieser Stelle sei gesagt, dass es das letzte Mal sein wird, dass ich mich von W+G bei solchen Postings distanziere. Ich mag einfach nicht hinnehmen, dass man über solche Themen nicht mehr, denken, schreiben und lehren kann, ohne als von W+G "angezeckt" zu gelten.)
Wort und Geist betont, dass Christen sich mehr bewußt sein müssen, wer sie in Christus sind. Dem stimme ich zu. Jedoch geht für mich der Ansatz über Lehre, Meditation und Bibelstudium in diesem Bewußtsein zu wachsen, nicht weit genug. Ich interessiere mich mehr dafür, wie ein solches Bewußtsein in unseren Gemeinschaften zum Tragen kommen kann und wie eine neue auf positive Ressourcen aus dem Glauben heraus enstehen kann. Wie leben wir gemeinsam eine auf die positive Entwicklung von Menschen ausgerichtete Kultur hin ? Wie wird die Erlösungskraft Christi in unseren Gemeinschaften praktiziert ?

Freitag, Oktober 12, 2007

Auf ein Wort...

... zum Wechsel von JF Bielefeld zu Wort und Geist.
Mich traf diese Nachricht schon ein wenig. Auch wenn es eigentlich hätte absehbar sein können. Mich trifft nicht, dass JF Bielefeld und somit Paddy zu Wort und Geist wechselt. Eher dass sie aus der Bewegung wechseln. Obwohl- kann man jemals aus dieser Bewegung draussen sein ? Auch Leute wie Taade, Morti, Alex und Roger sind mir im Herzen immer noch als Jesus Freaks verbunden.
Nun zu dem, was ich eigentlich posten möchte. Ich kann den Wechsel nachvollziehen. Nach meinen zahlreichen Gesprächen mit meinen "Freunden", (ich weiss nicht genau, ob dieser Begriff angebracht ist, aber ich empfinde so), die zu W+G wechselten, ist mir klar, auch aus eigener Erfahrung, was ein Aspekt in dem Ganzen ist. Ich möchte das mal aus meiner Erfahrungswelt heruas skizzieren:
Ich halte mich gerade von christlichen Dingen fern. Und das, weil ich auf eine Sache keine Lust mehr habe. Mehr Negatives über mich zu hören oder über mich zu denken, als Positives. Irgendwie regt mich der gesamte christliche Background dazu an, mich eher beschissen zu fühlen, als gut. Und wir Jesus fReaks sind darin Meister. Meine Hauptthese über das Lebensgefühl der Jesus Freaks ist, dass sie Gottes Liebe mehr spüren, je mehr sie sich Scheiße fühlen. So nach dem Motto: "Ich bin Scheiße, aber Jesus liebt mich". Und ich schließe mich nicht aus. Tief in meiner christlichen Seele fühle auch ich mich mehr erlösungsbedürftig, als mir bewußt ist, das ich tatsächlich erlöst bin. Klingt ziemlich bayuvarisch oder ? Anyway. Ich habe das mindere Selbstbewußtsein der Christen satt. Das domizierte Kriecherische. Dieses zwanghaft Bestreben danach, besser zu werden, sich mehr zu heiligen. Und darüber ihr Leben zu vergessen. Für mich kristallisiert sich immer mehr meine Sehnsucht in bezug auf Gemeinschaft heraus: Ich träume von einer Gemeinschaft von Menschen, die sich mehr Positives als Negatives übereinander sagen. Die sich ermutigen, statt sich immer wieder aug ihre Unzulänglichkeiten hinzuweisen. Stopp ! Ich bin kein Freund der Verdrängung. Ich glaube, dass wir uns mit unseren Fehlern konfrontierten sollten. Aber dabei sollte mindestens die 50+1 regelung gelten. Mindestens 51 % unserer Aussagen und unseres Denkens übereinander sollten positiv sein. Wenn nicht noch viel mehr...

Donnerstag, Oktober 11, 2007

Vision Quest


Alle sprechen von Vision. Kirche mit Vision, Leben mit Vision, Jugendarbeit mit Vision.
Dabei wird Massenware vermittelt und eine Heerschar von Männern vergißt, dass jeder Mann seine eigene Vision suchen muss. Zur eigenen Vision zu finden, zur Schau des eigenen Lebens ist ein Job, den jeder Mann selbst erledigen muss. Ohne eigene Vision keine Männlichkeit. Die Findung einer eigenen Schau des eigenen Lebens ist ein wichtiger Teil der Initiation des Männlichen. Ein Job der durch das Wiederkäuen von Massenkompatiblen Fünf Zielen oder "Gottes Plan" nicht ersetzt werden kann.
Als Mann öden mich diese Fastfoodprodukte an, die eine ungeheure Anzahl von Männern in eine uniformierte Bewegung zwingen und dabei Seelenlos lässt...

Poker


Vielleicht ist es Dir schon aufgefallen: Wir befinden uns mitten in einer Poker- Welle. Everybody`s playing Texas hold èm. Überall kann man Tuniere spielen. Fast jeder hat ein kleines Poker Set zuhause. Ich nag es, Poker zu spielen. Eigentlich bin ich ein Spiele-Abend- Hasser. Nichts finde ich so spießig und langweilig, als einen Abend lang mit Leuten rumzusitzen und irgendwelche Spiele zu spielen. Pfui ! Aber Poker hat für mich den kleinen Glamour- Faktor, der mich dann doch an den Spiele- Tisch lockt...

Sonntag, Oktober 07, 2007

Ein Tag des Sieges


Heute war ich zum ersten Mal nach meinem Sportunfall im Juli, welcher mich mein Kreuzband gekostet hat, wieder laufen. Und: Es ging. Ich bin super zufrieden, meine sportlichen Aktivitäten wieder aufnehmen zu können. Attila, Du bist ne Unke...

Donnerstag, Oktober 04, 2007

ADS Selbsthilfegruppe für Erwachsene


Ab Anfang November startet eine ADS Selbsthilfegruppe in Darmstadt. Sie wird sich mittwoch-abends in der Datscha treffen.
Bei Interesse mail mir einfach unter josha.eisenhut@gmx.de...

Tag der deutschen Einheit

Gestern beging ich sehr bewußt den Tag der deutschen Einheit. Kein Feiertag im letztem Jahr ging mir einfach so nahe, wie dieser. Für mich steht dieser Tag nicht nur für die deutsche Einheit, sondern auch für das generelle Zusammenwachsen Europas nach Ende des kalten Krieges. Und für eine Öffnung nach Osten an sich. Dieser Öffnung verdanke ich fast meinen gesamten Freundeskreis, bzw. die Hälfte meiner Verwandschaft. Nicht zuletzt kommt meine Frau aus der ehemaligen Sowjetunion. Attila mein DJ Kumpane aus Ungarn und Serena, meine geschätzte Kollegin aus den neuen Bundesländern. Und auch innerhalb der Jesus Freaks Bewegung ist zu beobachten, dass immer mehr Leute aus den neuen Bundesländern sich an Führungspositionen bei JFI bewähren. Was bringen Leute "aus dem Osten" deiner Meinung nach mit, was sie so unverzichtbar macht ?

Dienstag, Oktober 02, 2007

Jesusfreaks: Zwischen Fundamentalismus und theologischer Pluralität

Marcus Beiswanger in seiner Diplomarbeit zum sozialen Kapital der Jesusfreaks Bewegung und Serena Hänsel in ihrem aktuellen P3 Praktikumsbericht ihres Studiums an der EFHD kommen zu einem interessanten Schluß bezüglich der Jesusfreaks- Bewegung:
Die Jesusfreaks, so beide in Übereinstimmung, schwankten zwischen Fundamentalismus und theologischer Pluralität.
Eigentlich ist das ein krasses Dillemma: Denn beides schließt sich eigentlich aus. Die Jesusfreaks Bewegung scheint hier in einer sehr heftigen, dauerhaften Paradoxie zu leben. Einerseits verfolgt sie den Anspruch der "einen, absoluten Wahrheit" und ist sehr biblizistisch orientiert, andererseits steht sie für theologische Vielfalt. Diese theologische Vielfalt, so meine Beobachtung, lebt die Bewegung jedoch nicht aus theologischer oder philosophischer Überzeugung, denn mehr aus einer Notwendigkeit heraus. Über die letzten 15 Jahre haben sich so viele verschiedene Leute innerhalb der Bewegung gesammelt, dass es schlicht und ergreifend nicht möglich ist, ein gemeinsames Theologisches System zu entwerfen. Die LeiterInnen und Führungskräfte der Bewegung sind von verschiedensten Theologischen Richtungen und Mentoren geprägt worden, dass eine theologische Pluralität in der Jesusfreaks Bewegung einfach nunmal Fakt ist.
Ein weiterer Punkt ist der hohe Anspruch der Bewegung im Bereich des gemeinschaftlichen Lebens. Wir als Jesusfreaks nehmen eher hin, dass jemand völlig anderer theologischer Ansicht ist, als dass wir uns von ihm trennen. Auf dem Konzil wurde es in einem Wrkshop folgendermaßen definiert: "Das Jesus Freaks Gen ist, dass wir jederzeit auseinanderbrechen könnten, es aber nicht tun." Unsere gemeinschaft die wir leben scheint so auf uns gegenseitig bezogen zu sein, dass wir unterschiedlichste Konflikte und theologische Divergenzen aushalten, solange wir nur zusammenbleiben.
Insofern sehe ich kein Ende in Sicht, in bezug auf diese Paradoxie. Als Organisationsentwickler hoffe ich, dass diese Paradoxie einen Lernprozess auslöst, der uns gemeinsam weitergehen lässt. Paradoxien haben das Potenzial für eine Neuentwicklung und Neuausrichtung.
Im Kontext der Diskussion um die Postmoderne und deren Herausforderung fällt auf, dass die Reaktionen auf diese gesellschaftliche und philosophische Entwicklung genau im Spannungsfeld der eben beschriebenen Paradoxie liegen: Rückfall in konservative Vereinfachung (Fundamentalismus) oder völlige Beliebigkeit (theologische Pluralität).
Da die Jesusfreaks die eben genannte Paradoxie auch weiterhin auszuhalten scheinen, bleibt interessant, ob wir einen neuen Weg finden mit dieser Herausforderung umzugehen. Einen Weg zwischen Fundamentalismus und völlige Liberalität. Vielleicht ist das der im Vorfeld des Konzils so genannte 4. Weg ...

Montag, Oktober 01, 2007

Beteiligen !

Folgende indianische Weisheit geht mir immer wieder seit Tagen durch den Kopf:

"Tell me and I will forget,
show me an I will not remember,
involve me an I will understand!"

In meiner Arbeit in der SPFH (Sozialpädagogischen Familienhilfe) geht es immer wieder darum, meine Klienten und NutzerInnen meiner Angebote zu beteiligen.
Und ich merke imer wieder, dass ich ich viel reden kann, viel zeigen kann, aber dass Veränderungen immer nur dann geschehen, wenn meine Klienten beteiligt sind. Wenn sie ihre Lösungen selbst erarbeiten.
Und auch für den Kontext von gemeindearbeit oder Arbeit in NPO`s gilt, dass viel vergessen wird, was per gesprochenes Wort an die ZuhörerInnen gerichtet wird. Viel vergessen wird, was man gesehen hat. Ob Projekte, tolle Events, Erfolge oder Wunder.
Bleibend scheint mir immer nur das zu sein, woran Menschen dauerhaft beteiligt sind.
Veränderungen in Organisationen und Gemeinden geschehen nur dan dauerhaft, wenn Menschen an der Basis dauerhaft beteiligt sind. Projekte, Erweckungen, Veränderungen, die nur von einem kleinen Kreis innerhalb der Gemeinde initiiert werden (z.B. von der Leitung) halten meist dauerhaft die Basis nicht in Atem...

Donnerstag, Februar 22, 2007

Freud und die Fastenzeit

Das Kennzeichen psychischer Gesundheit definiert FREUD durch Liebesfähigkeit, Genußfähigkeit und Arbeitsfähigkeit. Die Fastenzeit hilft Genuß wieder zu entdecken und neu zu erlernen. Dennn Genußfähigkeit schließt immer auch die Fähigkeit zum Verzicht mit ein. Ohne Fähigkeit zum Verzicht auch keine Fähigkeit zu Genießen. Somit ergreife auch ich die Fastenzeit, in einigen Dingen wieder meine Genußfähigkeit zu steigern...

Montag, Februar 05, 2007

3 Siebe

Zu Sokrates kam einmal ein Mann und sagte:

„Du höre ich muss dir etwas Wichtiges über Deinen Freund erzählen!“

„Warte ein bisschen“, unterbrach ihn der Weise.

„Hast du schon das, was du mir erzählen willst, durch die drei Siebe hindurchgehen lassen?“

„Welche drei Siebe?“

„So höre gut zu! Das erste ist das Sieb der Wahrheit. Bist du überzeugt, dass alles was Du mir sagen willst, auch wahr ist?“

„Das nicht, ich habe es nur von anderen gehört.“

„Aber dann hast Du es wohl durch das zweite Sieb hindurchgehen lassen?

Es ist das Sieb der Güte.“

Der Mann errötete und antwortete:

„Ich muss gestehen, nein.“

„Und hast Du an das dritte Sieb gedacht und Dich gefragt, ob es nützlich sei, mir das von meinem Freund zu erzählen?“

„Nützlich? – Eigentlich nicht.“

„Siehst Du“, versetzte der Weise, „wenn das, was Du mir erzählen willst, weder wahr, noch gut, noch nützlich ist, dann behalte es lieber für Dich.“

Mittwoch, Januar 17, 2007

Nachtschicht


Da die Homepage des Konzils an den start muss, gab es gestern eine Nachtschicht mit Mark, Johannes und Denis. Im Cafe Nun, wo sich eine solche Nachtschicht sehr gut aushalten lässt. Das Cafe ist der ideale Background um zu arbeiten. Gegen 5 war ich dann heute morgen wieder zurück in Darmstadt und im Bett. Ab Sieben forderten mich meine Söhne auf, gefälligst aufzustehen. Tja, bei solchen Nachtschichten sollte man nicht gerade Pappa mit Kindertag sein...