Dienstag, November 13, 2007

Sündenfall

Letzten Sonntag trafen wir uns mal wieder in der Datscha zu einem philosophiosch-theologischen Brunch. Als Thema waren Gedanken rund um den Umstand des Sündenfalls angesetzt. Ein paar Schlaglichter und Gedanken aus unserem gemeinsamen Gespräch wirken bei mir extrem nach:

Das Wesen des Sündenfalls als Trennung.
Trennung zwischen Gut und Böse, zwischen Mednsch und Gott, zwischen Mann und Frau, zwischen Mensch und Schöpfung. Irgendwie scheint es, als ob der Sündenfall miteinander Verwobenes von einander separiert. Als ob eine "Suppe" in ihre einzelnen Bestandteile aufgelöst wird und diese Bestandteile ihre Verbindung verlieren.

Die Entscheidung des Einzelnen, nur in bestimmten Bestandteilen des Verwobenen zu existieren.
Es scheint fast, als ob der Mensch, von Existenzängsten getrieben, seine abgetrennte Existenz sucht, als ob er beschließt, nur in der Kartoffel der Suppe zu sein.

Das "Wiederverwobensein" als Überwindung der Sünde
Sich dazu zu entschließen, wieder verwoben zu sein mit Gott, mit anderen Menschen, zwischen Mann und Frau, mit der Schöpfung, erscheint in der Möglichkeit des Neuen Seins in Christus als Weg der Heiligung...

1 Kommentare:

Josia hat gesagt…

ey krass, auch das passt voll gut zu meinem letzten Blogeintrag - die Tatsache, dass jeder mensch sich aus Angst die Kontrolle über sich zu verlieren in sich zurückzieht und dass es einem am sichersten erscheint nurnoch für sich selbst zu leben.
Du zeigst mir im prinzip gerade das gerippe von dem Fiech das ich gerade in Gedanken erlegt habe auf^^.

Ich meine - um mal bei dem gleichniss zu bleiben - wenn die Kartoffel sich schält, sich der suppe preisgibt, dann wird sie ausgesaugt. Ihre Stärke geht zumindest mal in die Suppe und vielleicht würde sie sich sogar mit der zeit zersetzen. Außerdem könnte sie sich nichtmehr so frei bewegen, da die Suppe durch die Stärke dicker geworden ist.
Ok hören wir auf mit den Gleichnissen^^. Was ich meine ist, dass man auch einfach von der Klippe springen könnte anstatt sich der gesellschaft oder anderen menschen überhaupt preiszugeben. Dafür ist Jesus, der sich für nichts zu schade war, das beste Beispiel und ich habe es in den letzten Monaten an meinem eigenen leib erlebt. Irgendwann bist du nichtmehr die Kartoffel, du bist nurnoch die Kartoffelsuppe - du löst dich auf wenn du dich preisgibst und ich habe das Gefühl dass es für einen normalen Menschen fast unmöglich ist nicht einfach von der großen Masse absorbiert zu werden - durch Kontakt all das was andere Machen mitzumachen.

Oh man das ist verdammt schwer zu beschreiben ^^
Vielleicht kappierst du ja was ...

gruß
Bibo