Als JFI finden viele intimen Diskussionen momentan öffentlich auf Weblogs statt. Das ist nicht schlecht. Ich halte generell die Partizipation der Bewegungsbasis an den Geschäften von JFI für absolut unabdingbar. Jedoch frage ich mich in letzter Zeit, nachdem ich so einige Diskussionen auf Weblogs verfolgt habe und auch manchmal an ihnen teilnahm, ob Weblogs das geeignete Medium dafür sind.
Einerseits ja, denn Blogs und das Medium Internet im Allgemeinen eröffnen auch den sogenannten "stillen Vertretern" über ihren Schatten zu springen und sich in eine Erörterung einzubringen. Nur: klaffen Virtualität und Realität sehr auseinander. Da gibt es Leute, die einem in der realen Begegnung fast schon unterwürfig begegnen als die , welche im Internet den eigenen Kopf als Leiter fordern. Nicht das ich etwas dagegen habe, dass jemand den Kopf eines leiters bei fehlentscheidungen und Versagen fordert. Das ist berechtigt. Aber dies aus dem Hinterhalt des Internets , ohne vorherigen realen Kontakt und Austausch zu tun, halte ich für problematisch. Auch finde ich, dass die Regeln der konstruktiven kritik leider all zu oft im Internet außer Acht gelassen werden. So denke ich, dass es eine Art Netikette für unsere Diskussionen auf den Weblogs geben sollte, um das Ganze konstruktiv zu gestalten.
Übrigens: Jeder der im Internet maßlos über andere herzieht, Köpfe fordert und Halbwahrheiten unreflektiert verbreitet, sollte sich bewußt sein, dass man sich meistens auch im realen Leben irgendwann begegnet...
Donnerstag, Dezember 07, 2006
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8 Kommentare:
Gab dazu einen interessanten Artikel und eine anschließende Diskussion in der Neon. Wer sich die mal ansehen will, kann das "hier":http://www.neon.de/kat/freie_zeit/internet/163861.html?nv=neonlink tun.
hmm... Links im Commentbereich geht nicht, wie ich das dachte...
Also unter www.neon.de (November 2006: Onlineschwein=
wollte eben auch den neon-artikel verlinken. netiquette ist auf jeden fall wichtig.
grüße
Mensch Daniel... warum kannst Du das mit den Links?? Erklär mir das doch mal demnächst!
Das Thema Netiquette ist so alt wie das Internet und die "virtuelle" Kommunikation unserer Tage. Ich denke das es noch viel Zeit braucht, damit Onlinekommunikation mit den direkten Arten des Gesprächs gleichgestellt ist. Ich kann deinen momentanen Frust nachvollziehen. Ich habe die Hoffnung, dass Wahrhaftigkeit in die digitale Welt Einzug hält und auch da könnten wir Freaks Kopf und nicht Schwanz sein. Johannes Kleske aus Karlsruhe kann ich als Profi zu dieser Thematik empfehlen.
Also ich sitz grad beim Kleske in de Hütte und kann sogar nachvollziehen das er unter Internet und Medialvernetzung nen dufter Kerl ist!
Aber zum Thema: Josh du sprichst mir aus der Seele. Ich find sehr traurig wie manche Freunde oder Bekannte im Net reden, die ich im "normalen" oder besser sonstigen Leben als nett kennen lerne/lernte. Sonst erleb ich manche Leute so nur, wenn sie gesoffen haben und ihre Aggro Berlin Zeit ausleben...
Und als letzte Lösung find ichs gut, wenn von Blog-Besitzern, manchen Leuten verboten wird, etwas bei ihnen zu schreiben.
Wenn man dann trotzdem noch offen is, sich mal auffen Kaffee zu treffen, zeigt das eine Art smoothe Klasse.
Hm, hab zwar glaube ich den speziellen Fall nur bruchteilhaft mitbekommen, aber ich kann sehr gut nachvollziehen was ihr sagt. Mir ist aufgefallen, dass im Internet oft ein nötiger Respekt flöten geht, da man zuhause am sicheren PC sitzt und den Anderen nicht direkt vor sich stehen oder sitzen hat. Außerdem hat man genug Zeit um irgendwelche manchmal oder auch oft unverantwortbaren Kommentare abzulassen, ohne das jemand einem ins Wort fällt oder dass man gleich von mehreren Beschossen wird. Ich glaube, dass hier aber oftmals das zu Tage tritt, dass beim öffentlichen Treffen aus übersteigerter Erfurcht flöten geht. Ob das positiv oder negativ ist, überlasse ich jedem Einzelnen zu entscheiden. Ich freue mich aber manchmal, weil ich dann weiß von wem ich mir keinen Honig mehr ums Maul schmieren lassen muss.
Noch eine Anregung: Ich glaube man kann aus solchen Begebenheiten nur annähern schließen, wie unnahbar und übermäßig respekteinfordernd man manchen Menschen vorkommt. Jeder sollte sich selbst überlegen, ob er wirklich so rüberkommen will, dass andere sich in seiner Gegenwart nicht trauen ihm ihre Meinung ehrlich mitzuteilen. (Das ist jetzt allgemein und nicht speziell auf den aktuellen Fall bezogen, von demhabe ich eh kaum was mitbekommen!)
Ich finde es NICHT berechtigt, den "Kopf" eines Leiters zu fordern, nur weil er irgendwelche Problem verursacht hat.
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