Dienstag, Januar 17, 2006

Rethinking Gemeindeausbildung

Schon seit zwei Jahren mache ich mir mit Tobi Gedanken darüber, dass Bibelschulausbildung und Ausbildung für Gemeindearbeit zu einseitig auf den Gedanken der Hauptamtlichkeit ausgerichtet ist. Gestern kam ich im Gespräch mit Mark noch einmal auf diesen Gedanken. Deshalb veröffentliche ich hier, auch um mich selbst zu strukturieren, erste Gedanken dazu.

1. Ausbildungsziel
Ziel ist es, nicht einfach in einer Bibelschulausbildung oder einem theologischem Seminar, hauptamtliche Pastoren auszubilden, sondern Leute, die Berufsleben und Gemeinde vereinbaren können. Mennschen sollen fit für einen Lebensstil gemacht werden, um sowohl beruflich erfolgreich zu sein, als auch in Gemeindearbeit was bewegen zu können.

2. Zielgruppe
...sind in erster Linie Azubis, Studenten und Schüler, die von Anfang an in ihrerm Ausbildungs- und Berufsweg einen Lebensstil erlernen, in denen beruflicher Erfolg und prägendes Gemeindeengagement vereinbar sind.

3. Ausbildungsfelder
- Lebensstil: Lebenswerte, Auftrag, Selbstdisziplin, Zielorientierung, Berufsfindung, Karriereplanung, Balance zwischen Engagement und Entspannung, Psychohygiene, Beziehungsleben

- Familie und Beziehung
Beziehungsleben, Ehe, Familienleben, Kindererziehung, Familienmanagement

- Gemeindearbeit
Dienstausrichtung, Gaben, Berufung, Theologie, Gemeindebau, Mission

- Karriere
Managementskills, Karriereplanung, Leiterschaft, Führung, Selbstmangement, Coaching,
Mentoringbeziehungen

Mein Traum ist, dass aus einer solchen Ausbildung Menschen hervorgehen,die sowohl beruflich erfolgreich sind, damit Gott ehren und in Arbeitsfelder arbeiten, die ihnen flexible Arbeitszeiten ermöglichen, um Beruf und Gemeinde vereinbaren zu können, als auch Gemeinden oder Gemeinschaften bauen, die diese Gesellschaft verändern.

9 Kommentare:

tuilin hat gesagt…

wow. Das klingt wirklich mal attraktiv und gesellschaftsprägend!

Christian Schmitt hat gesagt…

Man das hört sich wirklich sehr sehr cool an, so'ne Schule wär echt geil.
Wenn die Zielgruppe, Azubis und Studenten/Schüler sind wann soll die Schule laufen? Abends? Oder nur am Wochenende?
Wollt ihr so ne Schule wirklich aufzeihen? Vielleicht sind diese Gedanken ja in 20 Jahren durchführbar, ich bin sicher für die Idee lassen sich Sponsoren und begeisterte Menschen finden die mitanpacken, ich würd mich da melden, ich bin von der Idee echt entzückt!^^
Ich mein,ich würde auf diese Schule gehen, koste es was es wolle, naja gut also zahlbar sollte es schon sein ^^

Josia hat gesagt…

na da habt ihr ja schon euren ersten Fan.
Ist eine sehr interessante Idee find eich - vorallem weil der Zeit lehrmäßig vor allem Freikirchen, Babtisten- und Brüdergemeinden mit Schulen vertreten sind (mal abgesehen vom Theologiestudium an einer Uni und dem Religionsunterricht). Eine sehr dürftige Auswahl für jemanden, der sich nicht sehr einseitig "informieren" will. Die Schulen die mir bekannt sind vertreten zum teil sehr untollerante Meinungen und lassen sich meißt kaum auf neues ein.

Karsten hat gesagt…

Ich bin dabei !

Daniel Schröder hat gesagt…

interessanter gedanke, jedoch ist es leider so, dass in vielen ausbildungsstätten die quoten der wirklichen hauptamtlichen noch ausbaubar sind. oft machen die leute ihre ausbildung, gehen aber dann aus verschiedenen gründen wieder in ihren alten beruf zurück, oder machen eine weitere ausbildung.

HoSnoopy hat gesagt…

Sehr geniale Idee! :-)

Zu 1)
Es ist gut, einen Menschen nicht auf Hauptamtlichkeit auszurichten, weil sonst die große Gefahr besteht, daß der "Hauptamtliche" all seine Bestätigung aus seinem Beruf holt und sich damit an dem Posten festkrallt.

Zu 2)
Schade, bin ich zu alt *G* Ich werde im April 20 (hexadezimal).

Zu 3)
Da kann man nie auslernen. Ich merke an mir, daß ich da noch Defizite habe, aber ich merke auch, daß ich dazulerne. Ich hoffe, daß ich mehr Austausch mit Leuten bekomme, sodaß sich mein Lernprozeß beschleunigt.

sofx

schrauberpack hat gesagt…

hmm.

ich will gerne an irgend ner Form "Schule" Lehrer sein..
allerdings im Osten Deutschlands.. vorzugsweise Chemnitz..

theologisch ausbildungstechnisch ist nämlich der osten ein ziemlich weißer Fleck auf der Landkarte..

Na ja.
Ich kann so was aber nicht "gründen".
Aber mal schauen..
ich glaub, da passiert dieses und die kommenden Jahre noch so einiges die Richtung..
(ich kann es spüren.. da ist so einiges im Busch..)

(wer sagt eigentlich, dass an den "herkömmlichen" Bibelschulen nur Hauptamtliche ausgebildet werden?? )

dettijunior hat gesagt…

Hi joshua,


sehr gute gedanken, fand auch den post letztens sehr gut.

Finde deine vorschläge umfassend und alle notwendig. Ich denke der bedarf ist da, und der erfolg wäre riesig. Sowas brauchts.

Bei uns in der gemeinde wird auch überlegt wie jeder Zeltmacher sein kann. das find ich gut. so soll das sein. weg von einem getrennten leben! die vollzeitlichen - die hauptamtlichen. das geistge leben - das sekulare leben.

asuerdem find ich es toll das du jesus liebst, systemisch denkst und ein herz für seelsorge hast.(gaaanz kleine deckung mit meinem herzen)

Gottes segen für deine idee!

Achimka hat gesagt…

Ich finde die Idee auch total gut. Teilweise sind mir Impulse daraus auch schon bekannt von Kontakten zum Verband Christen in der Wirtschaft. Dort nähert man sich zwar genau von der anderen Seite, also, wie man seinen Glauben auch im Berufsleben einbringen kann. Das Konzept ist jedenfalls sehr herausfordernd, aber das muß es, denke ich, auch. Allerdings erwartet das auch von den Schülern ein sehr hohes Maß der Unterordnung, schließlich gibt es keinen Bereich, den du in deiner Aufzählung nicht anschneidest. Ist also nicht gerade so, daß man sich das mal anhören kann, und dann überlegt was man damit anfängt. Sich so in allen Frage auszuliefern erfordert ein hohes Vertrauen in die Mentoren dieses Konzepts. Eine Kaderschmiede :-) Segen, und ich fand den Eintrag gut.