Montag, Juni 27, 2005

Sprache

Der oft zentrale Punkt bei der Kritik an der Volxbibel ist die Sprache, die benutzt wird. Germanisten, die teilweise etwas elitär getoucht sind regen sich furchtbar über die "verbale Verblödung" auf. Ich finde, dass Sprache in Entwicklung ist. Für mich ist nicht das Reglement der Sprache, sondern dessen Anschlußfähigkeit das Wichtigste. Was nützt reglementierte Sprache, wenn sie nicht verstanden wird. Und so halte ich es auch mit meinem eigenen Sprachgebrauch. In meiner Gemeinde predige ich anders, als in der Kneipe oder auf der Strasse. Mit meinen geliebten Senioren unterhalte ich mich in anderem Jargong, als mit Jugendlichen. Ich liebe Lyrik und Vorlesungsdeutsch genauso, wie derbe und deftige Ausdrücke. Und je nach Stimmung und Erfordernisspiele ich sprachlich. Meiner Meinung hat niemand das Recht, die Entwicklung der Sprache zu reglementieren. Sprache soll und wird sich immer in Subkulturen entwickeln. Würden die Germanisten unter den Kritikern der Volxbibel auch Theaterstücke in Mundart regionaler Dialekte verbieten oder boykottieren wollen ? Nun ich glaube wohl nicht,...

Kreuzzüge


Normalerweise cruise ich nicht durch Foren im Netz, weil mir das Format von Foren nicht liegt. Ausgelöst durch mein Interesse an der Volxbibel jedoch, habe ich mich in einem konservativen christlichen Forum angemeldet und bin teilweise erschrocken, wie dort Christen miteinander umgehen. Das Ganze erinnert mich an ein finsteres Potenzial, das Menschen nun mal in sich tragen und es tut mir weh, welcher Ton und welche Sitten dort herrschen. Ich bin versucht, mich meiner ursprünglichen fundamentalistischen Herkunft mehr als deutlich zu schämen und merke immer mehr, wo ich nicht mehr hingehöre. Ich achte das fundamentalistische Anliegen und verstehe es. Momentan aber finde ich es schwer zu meinen fundamentalistischen Anteilen zu stehen, weil das Übergewicht an finsterem Fundamentalismus einfach zu schwer wiegt. Inquisition, Kreuzzüge, Religionskriege. Daran erinnert mich diese vorherrschende Weltsicht in diesen Foren und ich bin sehr traurig, weil ich die Gesinnung dieser Leute nicht immer allzuweit entfernt von diesen krassen Auswüchsen sehe.

Neuer Job

Gestern traf mich das Bewußtsein, dass nun mein neuer Job nächste Woche losgeht ziemlich hart. Ich gehe, wie jeder andere Mensch wohl auch mit gemischten Gefühlen an diese neue Herausforderung. Freude auf die neue Aufgabe, Leidenschaft für das "Reich Gottes", aber auch mit ein wenig Muffensausen: Werde ich dem Neuen gewachsen sein ? Was wird mir begegnen? Werde ich finden, was ich suche ?
Und immer wieder denke ich über die letzten 2 1/2 Jahre nach. Vielleicht poste ich demnächst mehr zum Thema: "Hauptamtliche Arbeit in der Gemeinde"...

Freitag, Juni 24, 2005

Storch`s Stellungnahme zur Volxbibel

Hier ist eine Stellungnahme von Storch aus der Bewegungsleitung der Jesus Freaks:
Einige Dinge, die Ihr über die Volxbibel wissen solltet

Derzeit arbeitet Martin Dreyer an einer Übertragung des Neuen Testamentes. Bei diesem Projekt geht es darum, das NT in die Sprache der heutigen Jugend zu übertragen. Natürlich konnte nicht damit gerechnet werden, dass das reibungslos und unangefochten über die Bühne geht, und so wundert sich eigentlich niemand darüber, dass es mittlerweile viele Christen gibt, die sich an der Volxbibel stoßen und dagegen in Foren und mit Emails vorgehen.

Ich möchte gerne ein paar Brocken in die Diskussion einwerfen, die meiner Meinung nach wichtig sind.

1. Die Volxbibel ist kein Projekt von JFI
Die Volxbibel ist ein Projekt, das Jesus Martin Dreyer aufs Herz gelegt hat. JFI ist nicht direkt daran beteiligt. Ich schreibe „nicht direkt“, weil es einige personale Verflechtungen gibt: Martin ist Gründer der Jesus Freaks und Mitglied der Remscheider Gemeinde. Eine seiner Lektorinnen ist auch aus dieser Gemeinde, und generell stehen viele Jesus Freaks der Volxbibel positiv gegenüber.
Aber wir als Jesus Freaks International haben diese Bibel nicht in Auftrag gegeben oder ins Leben gerufen. Ganz bestimmt ist die Volxbibel nicht die „offizielle Freaksbibel“. So sind meine Diskussionsbeiträge auch keine offizielle Stellungnahme von JFI, auch wenn ich Mitglied des Ä-Kreises der Bewegung bin.

2. Die Volxbibel ist keine Studienbibel
Die Volxbibel bemüht sich, die Aussagen des Neuen Testamentes so auszudrücken, dass sie ein Jugendlicher von heute versteht. Das bedeutet, dass biblische Bilder „übersetzt“ werden, und dass eine Sprache Verwendung findet, die viele nicht mit der Bibel in Verbindung bringen. Jesus hat sich immer bemüht, seine Botschaft von Gottes Reich so in Gleichnisse zu verpacken, dass die Menschen, die seine Predigten hörten, verstanden, was er meinte. Deshalb hat er z.B. von Weinbergen, Brotteigen und Säen geredet; es waren Bilder, mit denen seine Zuhörer etwas anfangen konnten, weil sie ihnen täglich vor Augen standen.
Wenn Jesus heute in einer deutschen Großstadt predigen würde, würde er andere Bilder gebrauchen. Vermutlich kämen viele Beispiele aus dem Bereich des Sports, oder er würde über Musik und Computer reden. Diesen Ansatz verfolgen ja auch die meisten Prediger, wenn sie eine Geschichte aus der Bibel vorlesen und sie dann mit Beispielen von heute wiederholen. Genauso macht es die Volxbibel. Das bedeutet natürlich, dass sie sehr weit vom Grundtext entfernt ist und viele Feinheiten der Bilder, die die Bibel verwendet, nicht mehr rüberkommen. Das ist okay, denn die Volxbibel will Leute mit dem Wort Gottes erreichen, die sonst keine Bibel lesen. Sie ist eine evangelistische Bibel, die die Lücke zwischen anderen Bibelübersetzungen und den Kids von heute schließen will. Wir würden jedem empfehlen, die Volxbibel nicht als einzige Bibel zu lesen, sondern auch noch eine genauere Übersetzung zu verwenden, um im Glauben zu wachsen.

3. Die Volxbibel ist ein (Sprach)experiment
Gibt es überhaupt eine einheitliche Jugendsprache? Nein, die gibt es ganz bestimmt nicht, aber es gibt trotz regionaler und szenemäßiger Unterschiede Worte und Redewendungen, die flächendeckend vorkommen. So ist die Volxbibel ein Experiment, das versucht, Gottes Wort in eine Sprache zu fassen, die unter Jugendlichen ankommt. Mancher kann sich das schlecht vorstellen, andere halten es für machbar. Mal sehen, was am Ende dabei herauskommt. Es ist eine Herausforderung, der sich noch keiner in Deutschland gestellt hat, und allein die Chance, die Möglichkeit, die Bibel so zu übertragen, dass sie von Deutschlands Teenies gelesen wird, ist es wert, dass man es versucht.
Nirgends verläuft die Sprachentwicklung so rasant wie unter Jugendlichen bis 20 Jahre. Um mit dieser Entwicklung Schritt zu halten, ist die Volxbibel ein Open-Source-Projekt. Ähnlich wie bei manchen Computerprogrammen kann jeder mitwirken, der will. Über ein „Übersetzerforum“ im Internet kann jeder Vorschläge einbringen, wie Verse, Kapitel oder sogar ganze Bücher übersetzt werden können. Die Vorschläge werden von einem Team von Theologen auf inhaltliche Richtigkeit geprüft und dann gegebenenfalls in eine spätere Ausgabe übernommen. So bleibt die Volxbibel von Ausgabe zu Ausgabe aktuell. Dieses System ist absolut einmalig. Weder in der Welt noch in der frommen Szene gibt es ein Buch, an dem alle mitmachen können. Die Volxbibel ist die erste „Mitmachübersetzung“ überhaupt.

4. Die Volxbibel verlässt die Insel der Sprachlosigkeit
Weil die Sprache durch Werbung, MTV und Jugendmagazine immer mehr von Anglizismen, Fäkalausdrücken und Slang geprägt wird, wittern manche aus der älteren Generation einen „Sprachverfall“, weg vom Deutsch der Dichter, hin zum „Kanakisch“. Das kann man natürlich so sehen, sollte aber nicht den Schluss ziehen, dass die Bibel deshalb nicht in dieses moderne Deutsch übersetzt werden darf. Ich kann zwar verstehen, dass manche denken, dass Kraftausdrücke und Fäkalsprache nicht in die Bibel gehören, aber meiner Meinung nach sind wir nicht berufen, die Sprache zu retten, sondern Menschen. Wir können aber nur Menschen retten, die uns und Gottes Wort auch verstehen.
Ich fürchte, dass die fromme Szene durch ihren Rückzug in das „reine Deutsch“ immer mehr zu einer Insel der Sprachlosen wird, auf der man zwar weder F- noch Sch-Wörter verwendet, aber auch von keinem mehr verstanden wird. Jesus wählte einen anderen Weg und drückte sich mitunter in seinen Predigten recht deutlich aus (wie würde man wohl heutzutage „Otterngezücht“ wiedergeben?). Schon deshalb bin ich sehr für die Volxbibel; als Jesus Freaks hatten wir uns schon immer auf die Fahnen geschrieben, raus aus dem Ghetto zu gehen, Brücke zu sein und Leute so zu erreichen, wie sie sind. Dabei könnte die Volxbibel eine echte Hilfe sein. Auch wenn es nicht „unsere Bibel“ ist, halte ich es für eine unterstützenswerte Sache.


Insgesamt bin ich selber gespannt darauf, wie diese Bibel angenommen wird. Es ist ein Experiment, und man kann vorher nie sagen, was am Ende dabei herauskommt. Schlimmstenfalls wird es ein Flop, aus dem man vieles lernen kann, durch den aber sicher niemand vom Glauben abfallen wird. Aber wer weiß, vielleicht wird auch das Wort Gottes mal wieder in aller Munde sein, und vielleicht werden Leute mit Bibeln in der Tasche rumlaufen, die früher nie eine gelesen hätten. Und dafür sollten wir beten, dass endlich wieder mehr Jugendliche für Jesus erreicht werden.

Falls Ihr weitere Infos zur Volxbibel braucht, schaut mal auf Martins Blog vorbei:
http://martin-dreyer.blogspot.com/
Das Übersetzerforum ist hier:
http://25077.dynamicboard.de
Hier kann man die Volxbibel beim Verlag bestellen (9,50 pro Exemplar):
http://fuenf.scm-digital.net/show.sxp/8156.html?art_id=87994&
Lob an den Brockhaus-Verlag könnt Ihr unter dieser Adresse loswerden: info@brockhaus-verlag.de

Ansonsten Gottes Segen,

storch

Dienstag, Juni 21, 2005

Väter auf dem Bau...

Heute waren sowohl mein Dad, als auch mein Schwiegervater auf dem Bau. War cool, mit den alten Kämpfern des Nachkriegsdeutschland zu schaffen. Das Kommando auf meiner Baustelle wurde mir dabei natürlich entwendet. War schön, mal wieder einfach Sohn zu sein. Ich habe tolle Väter...

Montag, Juni 20, 2005

Heidenspass im Juli

Am 23.Juli geht der nächste Heidenspass an den Start. "Alles bleibt anders!" ist das Arbeitsmotto, wie man hört. Immerhin gibt Marcus jetzt als neuer Offense - Leiter der Jugendallianz Gas und ich bin schon gespannt, wie es wird...

Freunde

Die letzten Tage haben mich sehr gerührt werden lassen. Wahnsinnig viele Freunde von mir, erscheinen auf meiner Baustelle und packen mit an. Bei zeitweilig 10 Leuten in meinem kleinen 90qm Haus kam ich manchmal gar nicht mehr selbst zum Arbeiten, weil ich ständig Aufgaben verteilen, Werkzeug besorgen und weitere Aufgaben verteilen musste.
Liebe Freunde, vielen Dank ! Ich liebe Euch !!!

Freitag, Juni 17, 2005

Kritik an der Volxbibel

Auf Martin`s Blog könnt ihr einen Post bezüglich der Kritik an der Volxbibel lesen. Auch wenn ich nur wenig aktiv war im Übersetzerforum regt mich die Kritik auf.
Hallo: Liebe Mittelschicht Deutschlands- ihr habt weder die deutsche Sprache, noch den christlichen Glauben für Eure Mittelschicht und Eure Lebenswelt gepachtet. Wenn ihr kein "Scheiße" oder andere Fäkalausdrücke in der Bibel lesen wollt, kauft Euch die Gute Nachricht. Alle anderen sollten die Volxbibel in möglichst großen Mengen beim Brockhaus bestellen, um die Macht des Schwarms zu entfalten.

Dezentrale Leitung

Was bedeutet es denn nun praktisch, Leitung zu dezentralisieren, "die Macht des Schwarms" nicht zu umgehen, die Gruppe, die man leitet ihren Weg gehen zu lassen ?
Letzten Mittwoch, bei meinem letzten Einsatz im EC Jugendkreis, war ich herausgefordert, mein eigenes Konzept und meine eigene Vorstellung von diesem Abend über den Haufen zu werfen:
Alles war vorbereitet, der Jugendraum chillig hergerichtet, die Lichteffekte positioniert, die Beamer- Präsentation, die sensibel in das Thema (Das Reich Gottes) einführte auf dem Notebook startbereit.
Als ich in den Hof komme, so um kurz vor Acht sitzen 15- 20 Leute gediegen im Hof in der Sonne und unterhalten sich. Okay, ich ahne, was kommt. Aus dieser Stimmung in den Jugendraum- das passt nicht. In mir regt sich leiser Widerstand. All die Arbeit, das Abstimmen des Raumes auf die Präsentation, mein Konzept, die Gedanken !
Und wieder merke ich, dass die Gruppe ihren Abend schon längst angegangen ist. Also setzen wir uns gemeinsam in den Garten und nutzen ihn als Anbetungsraum. Keine Anleitung, kein Konzept, wie nun anzubeten ist. Einfach 30 min Zeit in einem leeren Garten. Die leute liegen im Gras, scheuen in die Wolken, pflücken Blumen, schauen sich den Garten an, sind mit Gott am Chillen. Dann trefen wir uns vor einem improvisierten Altar zum Abendmahl...
Als Leiter sind wir herausgefordert, solche Dynamiken und Bedürfnisse in der Gruppe wahrzunehmen und die Gruppe uns leiten zu lassen. Das ist alles andere als leicht. Man ist sich oft alles andere als sicher, das Richtige zu tun. Auf der anderen Seite ist es doch das, wohin unsere Reise geht, oder ?

Pause

Mein Bruder Dan und ich haben uns auf dem Bau eine Zwangspause verordnet. beide total fertig, benötigen wir jetzt einen Tag Ruhe, um morgen wieder am Start zu sein. Wadenkrämpfe, Schwächeanfälle und Demotivation haben uns signalisiert, dass es jetzt mal eine Pause geben muss. Vielleicht komme ich heute mal dazu etwas zu posten...
Ich vermisse meine Bloghood !

Sonntag, Juni 12, 2005

Let`s rock a last time...

Am Samstag, den 18.06. ab 21.00 Uhr findet nun meine Abschiedsparty in der Goldenen Krone/ Darmstadt statt. Kommt alle !!!

Freitag, Juni 10, 2005

Help, I need help !!!!

Morgen werde ich ein wenig Bauschutt schippen müssen. Wer Lust hat auf Baugemeinschaft zotige Männerwitze und Chauvi- Verbrüderung darf morgen gerne in der Viktoriastr. 59 anrücken und mir helfen. Ab 9.00 Uhr geht`s los. Essen, Getränke und anschließendes Besäufnis sind organisiert ...+
Frauen sind natürlich auch eingeladen und dürfen mit Lena Tapeten spachteln. Und sich anschließend mitbetrinken ;)

Donnerstag, Juni 09, 2005

Abschied ? Abschied !

Am 19.05. ist nun die offizielle Verabschiedung aus der hauptamtlichen Zeit meiner Gemeinde. Vorher werde ich es auf einer Abschiedsparty, die vorraussichtlich in der krone am Samstag den 18. stattfindet, ordentlich krachen lassen. Also: Informiert Euch über meinen Blog, wann die Party geht und kommt alle !

Agenda 05/06

Habe nun die Agenda für meine neue Stelle für 2005 und 2006 erhalten. Heute nachts lag ich im Bett und alles drehte sich in meinem Kopf. Bei aller Lust zur Herausforderung und Heißhunger danach loszulegen, ist es doch eine Menge Verantwortung und der Job bei JFi wird mich richtig fordern. Was mich festhält ist jedoch auch das Gefühl der Freundschaft, das man in der Leitungsebene bei JFI spürt. Ein absolut förderliches Klima, um die Leistung erbringen zu können, die der Job fordert.
Habe dann heute sehr turbulent geträumt. Ich war in eine Art Counter- Strike Spiel katapultiert (natürlich aufseiten der Terroristen) und befand mich in einem Haus, dass von den Counter- Terrorists umstellt war. Am Ende ging alles gut: Ich habe die Sprengung des Hauses überlebt, mir zwei Uzis geschnappt und dreißig Mann über den Haufen geballert. Mann ist das durchgeknallt ! Irgendwie hat die menschliche Psyche schon lustige Weisen, Dinge zu verarbeiten. Die Sanierung meines Hauses geht gerade langsamer voran, was auch daran liegt, dass mir die Luft gerade ausgeht. Powere mich gerade mit Kreatin, um meinem Körper noch mal etwas leistung abverlangen zu können.
Irgendwie ist es fast zuviel: Abschied aus dem alten Job, einstellen und Vorarbeiten für den neuen, Sanierung des Hauses, Umzug, uiuiuiui...
Aber: Am Ende wird es gut gehen: ich überlebe die Sprengung des Hauses und ballere 30 mann über den Haufen...

Montag, Juni 06, 2005

Über das sich-einbringen in Gottesdienste

Gestern habe ich den Abhäng- Abend der Jesus Freaks Darmstadt besucht. Spontan habe ich mich ans Schlagzeug gesetzt, da niemand da war, der es bedienen wollte/konnte. Das war eine absolute Premiere, habe ich doch noch nie Schlagzeug gespielt, außer ein paar Rumkloppfereien im Proberaum. Was ich cool fand, ist diese Atmosphäre, in der man sich einfach mal ausprobieren und sich einbringen kann im Gottesdienst. Ich denke, man braucht in Gemeinden mehr Räume für ein solches experimentelles sich- einbringen- können. Meistens gibt es diese Räume nur, wenn Gemeinden gerade am Start sind und noch alles brauchen. Ist eine Gemeinde schon professioneller unterwegs, dann verengen sich diese Räume ganz schnell. Die Kunst ist es wahrscheinlich, gute Dinge in der Gemeinde professionell zu tun und trotzdem noch Raum für Experimente und Anfänger zu haben...

Samstag, Juni 04, 2005

Bauarbeiter- Chauvinismus

Die Arbeit auf meiner Baustelle prägt. Langsam bekommt meine Frau meine chauvinistische Seite zu spüren und ich ertappe mich bei immer mehr Macho- Affinitäten.
Leute man kann nichts dagegen tun, man wird so- yeah... !

Freitag, Juni 03, 2005

Abschiednehmen...

Nun geht es los, das große Abschiednehmen. Heute abends bin ich zum letztem Mal im Kindergottesdienstteam. Hier fällt mir der Abschied besonders schwer, da wir uns in den letzten zwei Jahren sehr zusammengerauft haben und manchen Konflikt gemeinsam meisterten.

Donnerstag, Juni 02, 2005

Über die Langsamkeit bei alterna worship sessions

Gestern habe ich im EC Darmstadt eine alternative Anbetungszeit gestaltet. Auf einem Spaziergang über die Rosenhöhe in Darmstadt haben wir an verschiedenen Stationen über die Träume nachgedacht, die uns Gott gegeben hat. Dazu las ich die ersten 4 Kapitel Nehemia an den Stationen ohne Gedanken oder Auslegung dazu, damit jeder die Geschichte Nehemias mit seinem eigenen Leben individuell verknüpfen konnte. Dabei ist mir wieder aufgefallen, wie wichtig Langsamkeit und Ruhe beim Leiten einer solchen Aktion ist. Es fällt schwer, langsam zu sein und den Teilnehmern genug Zeit zu geben. Oft bin ich unruhig und habe nicht das rechte Zeitgefühl. Was für mich als Leiter sich oft zu langsam anfühlt, kann für die Teilnehmer eine Hetze sein. Wie geht es Euch mit dieser Sache, wie orientiert ihr Euch beim Leiten einer solchen meditativen Sache zeitlich ?
Übrigens: Sorry Lila, dass ich so gehetzt habe...