Du kommst an. Überall leckeres Buffet. Auf mehreren Tischen gibt Essen, dass sich je nach Geschmacksrichtung gliedert. Leise Musik im Hintergrund. "Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist!" stand am Eingang auf einem goldenem Schild. An einem Quark- Kräuterdip kommst Du nicht vorbei. "Gott ist Schöpfer" steht dort auf einem Schild. Lecker! Du kannst die Schöpfung schmecken. Die Kräuter erinnern Dich an Garten und Wiesen. Es duftet nach selbstgebackenem Brot. Da ist es ja: Ein kräftiges Vollkornbrot.
"Ich bin das Brot des Lebens!" Du kaust genüßlich auf den Körnern der Brotkruste herum und merkst das das Leben mit Gott voller Kraft ist. Jemand geht ans Mikro: Sie erzählt, was Gott in ihrem Leben getan hat, wie sie in einer schwierigen Lebensphase von Gott getröstet wurde. Die Leute im Raum freuen sich. Auf der Bar stehen Honigbrötchen. Sie schmecken wie Gottes Küsse und Umarmungen. Du gehst in eine stille Ecke, um dort zu beten. Langsam driftest Du ab. Und Dir ist, als ob Gott Dir sagt, dass er etwas verändern möchte in Dir. Dass er wie ein Sturm sein wird, in deinem Leben. "Hot Chilli Cracker" fällt Dir ins Auge. Du nimmst ein paar. Yeah, das brennt.
Du siehst in einen Spiegel. "Werde ich ich bleiben ?" denkst du dir. Was wird Gott in meinem Leben tun ? Du fragst Deine Freunde, ob sie für dich beten möchten. Im Hinterraum legen sie Dir die Hände auf und segnen Dich. Freunde sind Halt in Veränderungen. Du nimmst noch ein Honigbrötchen. "Freundlich ist der Herr und doch wie ein Sturm." Du bestellst ein Bier...
Montag, Mai 30, 2005
Freitag, Mai 27, 2005
Josha hat das Handy wieder an...
Allen, denen es richtig auf den Keks ging, dass ich nie per Handy zu erreichen bin, sei Entwarnung gegeben. Da ich oft auf meiner Baustelle bin und meine familie trotzdem Kontakt zu mir halten möchte, ist die gehaßte Klingelgurke wieder an.
Knorziger Predigttext
In unserer Gemeinde wird im Allgemeinen nach der Perikopenreihe der EKD gepredigt. Diesen Sonntag bin ich mit Predigen dran und habe mal wieder einen knorzigen Text erwischt. (Joh. 5, 39-47) Immer bekomme ich die Texte, wo Jesus oder Paulus auf Pharisäer, Schriftgelehrte und Judaisten draufhaut.
Naja, das Gute ist, wieder mal zu merken, dass selbst der knorzigste und unmöglichste Bibeltext, wenn man sich auf ihn einlässt, wichtige und spannende Sachen zu sagen hat.
Irgendwie mag ich es, nach der Perikopenreihe zu predigen, da ich dann nicht einfach Lieblingstexte oder-themen benutzen kann und richtig theologisch arbeiten muss.
Das macht Spass !!!
Naja, das Gute ist, wieder mal zu merken, dass selbst der knorzigste und unmöglichste Bibeltext, wenn man sich auf ihn einlässt, wichtige und spannende Sachen zu sagen hat.
Irgendwie mag ich es, nach der Perikopenreihe zu predigen, da ich dann nicht einfach Lieblingstexte oder-themen benutzen kann und richtig theologisch arbeiten muss.
Das macht Spass !!!
"Building the emerging church in Germany"
Über Mike`s Blog bin ich noch einmal auf Cologne in motion gestossen. Ein scheinbar internationales Team, dass "The emerging church Germany" bauen will. Was ich davon halten soll, kann ich noch nicht sagen. Was passieren wird, werden wir sehen...
Dienstag, Mai 24, 2005
Da mach ich halt auch den Test...
Postmodernist | 100% | ||
Cultural Creative | 88% | ||
Existentialist | 56% | ||
Romanticist | 50% | ||
Fundamentalist | 50% | ||
Idealist | 31% | ||
Modernist | 25% | ||
Materialist | 0% |
What is Your World View? (corrected...again)
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Traumgottesdienst
Du kommst in einen angenehmen Raum. Menschen sitzen in schönen Sesseln an Tischen und unterhalten sich. Es riecht angenehm. Nach Zitrusfrüchten und Vanille. Angenehmes Licht. Ein DJ legt chillige Beats auf. Du atmest ein, nur um wieder auzuatmen. Dein Blick fällt auf die Ecke rechts hinten. Dort gibt es eine Bücherwand. Die Bücherauswahl ist gewählt und doch reichhaltig. Du setzt Dich in den Ohrensessel vor dem Regal an den kleinen Tisch un liest. Jemand sitzt Dir gegenüber, lächelt Dir zu, um sich ebenfalls in seine Lektüre zu vertiefen. Nach ein paar Minuten fragst Du neugierig, was er den liest. Ihr kommt ins Gespräch. Du nimmst eine Verbindung zwischen Deiner Lektüre, und der des anderen wahr. Ihr seid ins Gespräch vertieft. Nach einer Klopause gehst Du durch den Raum. "Massage" steht da. Du schaust in das etwas abgetrennte Eck. Dort begrüßt Dich ein braungebrannter Masseur, der Dir einen Platz auf seiner Liege anbietet. Das tut gut. Du entspannst Dich. Das Massageöl duftet toll. Du spürst Gottes Gegenwart, wie sie sich langsam in Deinem Körper ausbreitet. Von der Decke ist ein Bibelvers auf den Boden projeziert, der Dich daran erinnert, dass Dein Körper der Tempel des Heiligen Geistes ist. Oh ja, Dein Körper fühlt sich gerade gut an.
Ein Tempel des Heiligen Geistes- das geht Dir nicht mehr aus dem Kopf. Wie gehst Du eigentlich mit diesem Tempel- Deinem Körper um ? Dein Blick fällt auf die sogenannte Vitaminbar. Du informierst Dich, welche Vitamine und Spurenelemente Dein Körper braucht, und in welchen Nahrungsmittel sie vorkommen. Das wäre doch was: Den Heiligen Geist ehren, in dem Du Deinem Körper, als seinem Tempel etwas Gutes tust !
Du triffst eine Freundin und tauscht Dich bei einem Milchshake mit Ihr über Deine Gedanken aus. Sie lächelt Dich an. Ihr spürt die Verbindung. Betet füreinander an der Bar. Morgen geh`ich joggen nimmst Du Dir vor. Deine Freundin findet die Idee klasse. Ihr verabredet Euch. Ein gemeinsamer Lebensrythmus ?
Eben bekommst Du noch die letzten Worte eines Gedichtes mit, das die Schönheit des menschlichen Körpers preist. Mein Körper- ein Tempel.
Deine Muskeln schmerzen angenehm von der Massage. Durch die erfrischende Winterluft gehst Du nach Hause. Du fühlst den Heiligen Geist in Dir. Und Du spürst Deinen Körper...
Ein Tempel des Heiligen Geistes- das geht Dir nicht mehr aus dem Kopf. Wie gehst Du eigentlich mit diesem Tempel- Deinem Körper um ? Dein Blick fällt auf die sogenannte Vitaminbar. Du informierst Dich, welche Vitamine und Spurenelemente Dein Körper braucht, und in welchen Nahrungsmittel sie vorkommen. Das wäre doch was: Den Heiligen Geist ehren, in dem Du Deinem Körper, als seinem Tempel etwas Gutes tust !
Du triffst eine Freundin und tauscht Dich bei einem Milchshake mit Ihr über Deine Gedanken aus. Sie lächelt Dich an. Ihr spürt die Verbindung. Betet füreinander an der Bar. Morgen geh`ich joggen nimmst Du Dir vor. Deine Freundin findet die Idee klasse. Ihr verabredet Euch. Ein gemeinsamer Lebensrythmus ?
Eben bekommst Du noch die letzten Worte eines Gedichtes mit, das die Schönheit des menschlichen Körpers preist. Mein Körper- ein Tempel.
Deine Muskeln schmerzen angenehm von der Massage. Durch die erfrischende Winterluft gehst Du nach Hause. Du fühlst den Heiligen Geist in Dir. Und Du spürst Deinen Körper...
Montag, Mai 23, 2005
Klempner gesucht...
Ich suche einen Klempner, der mir ein paar Tips geben kann, für die bevorstehende Sanierung des Hauses, in das ich ab 1.7. einziehen werde.
Ich werde dort neue Heizkörper und -rohre einbauen, sowie ein paar Wasseranschlüsse versetzen und müßte mein Know- How etwas aufpolieren. Lieber Klempner- melde Dich !
Ich werde dort neue Heizkörper und -rohre einbauen, sowie ein paar Wasseranschlüsse versetzen und müßte mein Know- How etwas aufpolieren. Lieber Klempner- melde Dich !
Sonntag, Mai 22, 2005
Konsensorientierung und Linearität
Für mich selbst besteht die Hauptkritik, die ich selbst an meiner bisherigen Gemeindearbeit aus Richtung der emerging church spüre, in diesen zwei hauptsächlichen Punkten:
Konsensorientierung und
Linearität.
1.) Konsensorientierung
Gemeinden strukturieren sich zentralistisch. Oberstes Gebot ist die Einheit bzgl. theologischen Grtundsätzen, Glaubensausdruck und Lebenskultur, sowie moralischer Grundsätze. Konsensual strukturierte Gemeinden, die ich als klassischen Ausdruck moderner Prägung sehe, feiern ihren Gottesdienst alle gemeinsam. Sie haben ein klassisches Leitersystem, in dem oft hauptamtliche Pastoren, Prediger oder Pfarrer die Richtung vorgeben. Konsens wird darüber erreicht, das ein Leiter oder ein Leitungsteam die Richtung für die Gesamtgemeinde vorgeben. Typisch hierfür ist auch ein klassisches Mitgliedschaftsdenken. Zur Gemeinde gehört, wer Mitglied ist, seinen Zehnten gibt, die moralischen Grundsätze der Gemeinde achtet und sich in die Gemeinde einbringt. Konsensual strukturierte Gemeinden sind oft mehr oder weniger geschlossene Systeme gegenüber Nichtmitgliedern. Oft zeichnen sich solche Gemeinden dadurch aus, nicht gerade sehr konfliktfähig zu sein, da Konflikte den Konsens gefärden. Man neigt in diesem Kontext oft dazu, Konflikte zu verharmlosen, zu verdrängen oder stellvertretend auszufechten.
2.) Linearität
Moderne Gemeindesysteme zeichnen sich in ihrem Gemeindeleben durch ein hohes Maß an Linearität aus. Typisch hierfür ist ein gewisses Denken in Glaubensstufen. Durch aufeinanderaufbauende Kurse, sollen Menschen Stück für Stück an den Glauben zunächst herangeführt und dann zum Wachstum angeleitet werden. Auch gewisse Dienst- und Beteiligungskarrieren, die ein Gemeindemitglied durchläuft, sind linear geprägt. Auch hier entscheiden wiederum Leiter, auf welcher Stufe sich Gemeindemitglieder befinden und ordnen sie in ein lineares System ein. Linearität gibt sich in der Gemeinde die Hand mit der konsensualen Ausrichtung. Während der Predigt, die in sich wiederum linear geprägt ist, beschäftigen sich alle im Gottesdienst linear mit dem selben Thema. Alle nehmen denselben thematischen Einstieg. Und kommen zum selben Schluss.
Den Hauptpreis, den moderne Gemeinde, meiner Meinung nach, dafür zahlt ist der Verlust von Komplexität. Seit Jahrzehnten kann man eine gewisse Monokulkultur in Gemeinden beobachten: Zielgruppenorientierung nennt man das denn.
Dabei geht leider die komplexe und oft paradoxe Tiefe der geistlichen Gemeinschaft verloren.
Was leiten sich aus dieser Kritik für Forderungen ab ?
Dazu später mehr...
Konsensorientierung und
Linearität.
1.) Konsensorientierung
Gemeinden strukturieren sich zentralistisch. Oberstes Gebot ist die Einheit bzgl. theologischen Grtundsätzen, Glaubensausdruck und Lebenskultur, sowie moralischer Grundsätze. Konsensual strukturierte Gemeinden, die ich als klassischen Ausdruck moderner Prägung sehe, feiern ihren Gottesdienst alle gemeinsam. Sie haben ein klassisches Leitersystem, in dem oft hauptamtliche Pastoren, Prediger oder Pfarrer die Richtung vorgeben. Konsens wird darüber erreicht, das ein Leiter oder ein Leitungsteam die Richtung für die Gesamtgemeinde vorgeben. Typisch hierfür ist auch ein klassisches Mitgliedschaftsdenken. Zur Gemeinde gehört, wer Mitglied ist, seinen Zehnten gibt, die moralischen Grundsätze der Gemeinde achtet und sich in die Gemeinde einbringt. Konsensual strukturierte Gemeinden sind oft mehr oder weniger geschlossene Systeme gegenüber Nichtmitgliedern. Oft zeichnen sich solche Gemeinden dadurch aus, nicht gerade sehr konfliktfähig zu sein, da Konflikte den Konsens gefärden. Man neigt in diesem Kontext oft dazu, Konflikte zu verharmlosen, zu verdrängen oder stellvertretend auszufechten.
2.) Linearität
Moderne Gemeindesysteme zeichnen sich in ihrem Gemeindeleben durch ein hohes Maß an Linearität aus. Typisch hierfür ist ein gewisses Denken in Glaubensstufen. Durch aufeinanderaufbauende Kurse, sollen Menschen Stück für Stück an den Glauben zunächst herangeführt und dann zum Wachstum angeleitet werden. Auch gewisse Dienst- und Beteiligungskarrieren, die ein Gemeindemitglied durchläuft, sind linear geprägt. Auch hier entscheiden wiederum Leiter, auf welcher Stufe sich Gemeindemitglieder befinden und ordnen sie in ein lineares System ein. Linearität gibt sich in der Gemeinde die Hand mit der konsensualen Ausrichtung. Während der Predigt, die in sich wiederum linear geprägt ist, beschäftigen sich alle im Gottesdienst linear mit dem selben Thema. Alle nehmen denselben thematischen Einstieg. Und kommen zum selben Schluss.
Den Hauptpreis, den moderne Gemeinde, meiner Meinung nach, dafür zahlt ist der Verlust von Komplexität. Seit Jahrzehnten kann man eine gewisse Monokulkultur in Gemeinden beobachten: Zielgruppenorientierung nennt man das denn.
Dabei geht leider die komplexe und oft paradoxe Tiefe der geistlichen Gemeinschaft verloren.
Was leiten sich aus dieser Kritik für Forderungen ab ?
Dazu später mehr...
Freitag, Mai 20, 2005
Es gibt nichts Neues unter der Sonne...
Was ist an Ansätzen in der emerging church denn jetzt so neu ? Gab es das alles nicht schon längst. Leben wir das nicht schon, zumindest in Ansätzen in unseren Gemeinden ?
Sind die Jesus Freaks nicht schon längst eine Bewegung der emerging church ?
Diese Fragen hört man immer wieder und diese Fragen stelle ich mir selbst auch immer wieder.
Ich selbst arbeite nicht in einer emerging church. Von daher mache ich mir Gedanken aus der Perspektive dessen, der sich von den emerging church Ansätzen unter Kritik sieht. Zurecht, wie ich finde.
Nun: Es gibt nichts Neues unter der Sonne. Das ist eine bekannte Weisheit des Kohelet. Und so ist nun auch klar, dass die Ansätze der emerging church nicht wirklich neue Dinge sind. Auch wenn ich die Kombination dieser Dinge sehr neu finde. Das ist für mich auch nicht die Frage. Vielmehr, ob es im gegenwärtigen Zustand unser Gesellschaft und unserer Gemeinden jetzt dran ist, in dieser Weise Gemeinde zu bauen.
Wie gesagt, diese Dinge sind wahrscheinlich nicht neu. Seit Luther gehört ein individualisiertes Glaubensleben zum gutem Ton des Protestantismus. Ikarnalistische, meditative und complentative geistliche Übungen sind in der 2000 Jahre alten christlichen Tradition verankert. Interaktive Gottesdienste gibt es zumindest seit Anfang der 90er mit der Thomasmesse. Die Pluralisierung von Theologie und Glaubensausdruck war schon in der Gemeinde in Korinth vor guten 2000 Jahren ein großes Thema. Flache Hierarchien, Priesterschaft aller Gläubigen ist eine Tradition, die uns die Brüdergemeinden schon Jahrhunderte vorleben. Organische Gemeindebewegungen gab es immer wieder über die Jahrhunderte der Kirchengeschichte. Für gerechtigkeit in der Gesellschaft einzustehen, ist keine Errungenschaft der emerging church.
Viel spannender ist die Frage, ob wir in unseren Gemeinden diese Dinge umsetzen. Viel spannender ist es, seine eigene Gemeinde und Gottesdienste unter den Paradigmen der emerging church zu beleuchten. Viel spanneder ist es, zu schauen, ob die Menschen in meiner gemeinde und in der Umgebung meiner Gemeinde so veranlagt sind, dass emerging church ein gangbarer Weg für sie ist.
In den nächsten Post möchte ich darüber schreiben, wo ich mich persönlich in meiner aktuellen Gemeindearbeit durch Ansätze der emerging church kritisiert fühle und was für Schlüsse ich persönlich daraus ziehe.
Sind die Jesus Freaks nicht schon längst eine Bewegung der emerging church ?
Diese Fragen hört man immer wieder und diese Fragen stelle ich mir selbst auch immer wieder.
Ich selbst arbeite nicht in einer emerging church. Von daher mache ich mir Gedanken aus der Perspektive dessen, der sich von den emerging church Ansätzen unter Kritik sieht. Zurecht, wie ich finde.
Nun: Es gibt nichts Neues unter der Sonne. Das ist eine bekannte Weisheit des Kohelet. Und so ist nun auch klar, dass die Ansätze der emerging church nicht wirklich neue Dinge sind. Auch wenn ich die Kombination dieser Dinge sehr neu finde. Das ist für mich auch nicht die Frage. Vielmehr, ob es im gegenwärtigen Zustand unser Gesellschaft und unserer Gemeinden jetzt dran ist, in dieser Weise Gemeinde zu bauen.
Wie gesagt, diese Dinge sind wahrscheinlich nicht neu. Seit Luther gehört ein individualisiertes Glaubensleben zum gutem Ton des Protestantismus. Ikarnalistische, meditative und complentative geistliche Übungen sind in der 2000 Jahre alten christlichen Tradition verankert. Interaktive Gottesdienste gibt es zumindest seit Anfang der 90er mit der Thomasmesse. Die Pluralisierung von Theologie und Glaubensausdruck war schon in der Gemeinde in Korinth vor guten 2000 Jahren ein großes Thema. Flache Hierarchien, Priesterschaft aller Gläubigen ist eine Tradition, die uns die Brüdergemeinden schon Jahrhunderte vorleben. Organische Gemeindebewegungen gab es immer wieder über die Jahrhunderte der Kirchengeschichte. Für gerechtigkeit in der Gesellschaft einzustehen, ist keine Errungenschaft der emerging church.
Viel spannender ist die Frage, ob wir in unseren Gemeinden diese Dinge umsetzen. Viel spannender ist es, seine eigene Gemeinde und Gottesdienste unter den Paradigmen der emerging church zu beleuchten. Viel spanneder ist es, zu schauen, ob die Menschen in meiner gemeinde und in der Umgebung meiner Gemeinde so veranlagt sind, dass emerging church ein gangbarer Weg für sie ist.
In den nächsten Post möchte ich darüber schreiben, wo ich mich persönlich in meiner aktuellen Gemeindearbeit durch Ansätze der emerging church kritisiert fühle und was für Schlüsse ich persönlich daraus ziehe.
Donnerstag, Mai 19, 2005
Funkstille
Sorry, für die Funkstille in den letzten Tagen. ich arbeite im Moment entweder für meine Gemeinde, oder arbeite in meinem neuen Haus, dass ich saniere.
Deshalb wird es ein wenig leiser auf meinem Blog werden.
Ich vermisse Euch...
Deshalb wird es ein wenig leiser auf meinem Blog werden.
Ich vermisse Euch...
Montag, Mai 16, 2005
Knüppel aus dem Sack !
Gestern hatten wir die schöne Hardwurstplatte in Darmstadt serviert.
Puke it Out, Alove for enemies und Oposition of ONE rockten die stage. 160 Leute, davon sehr viele aus der Hardcore- Szene waren da.
Sehr, sehr fein...
Puke it Out, Alove for enemies und Oposition of ONE rockten die stage. 160 Leute, davon sehr viele aus der Hardcore- Szene waren da.
Sehr, sehr fein...
Sonntag, Mai 15, 2005
Gemeindeblogs
Immer mehr Gemeinden haben ihr eigenes Weblog.
Wenn Du meinen Blog runterscrollst, gibt es eine Blogroll mit dem Titel "Blogs von Gemeinden". Der neuste ist von den Jesus Freaks Waldeck, die ähnlich wie Kubik mit dem Taktell versuchen, über ein weblog einen geistlichen Lebensrythmus zu pflegen.
Sehr spannend...
Wenn Du meinen Blog runterscrollst, gibt es eine Blogroll mit dem Titel "Blogs von Gemeinden". Der neuste ist von den Jesus Freaks Waldeck, die ähnlich wie Kubik mit dem Taktell versuchen, über ein weblog einen geistlichen Lebensrythmus zu pflegen.
Sehr spannend...
Dekonstruktion
Gestern habe ich ab 8.00 Uhr in unserer zukünftigen Bleibe in der Viktoriastrasse den ganzen Tag Tapeten und losen Putz, sowie alte Fliesen abgespachtelt. Markus, der kurz vorbei kam, hatte dann auch das passende geistliche Zitat dazu: Wenn Jahrhunderte die Kirche von innen immer wieder tapeziert wurde, müssen die Tapeten mal ab". (;
So konnte ich dann geistlich gestärkt an meine Arbeit gehen...
So konnte ich dann geistlich gestärkt an meine Arbeit gehen...
Freitag, Mai 13, 2005
Coming Home...
Wie ihr vielleicht auf Mirkos Blog gelesen habt, werde ich ab dem 1.7. im Geschäftsführerteam von JFI arbeiten und dort für den Bereich Organisationsentwicklung zuständig sein. Dieser neue Job ist echt eine Herausforderung für mich und ich freue mich sehr, meine im Studium und Praxis erarbeiteten Fähigkeiten dort einbringen zu dürfen. Das ganze ist so ein wenig "homecoming" für mich, war ich doch sieben Jahre in der Jesus Freaks Gemeinde in Kassel aktiv.
Ich freue mich sehr darauf...
Ich freue mich sehr darauf...
Mittwoch, Mai 11, 2005
Stärken des postmodernen Lebensstils
Jede Kultur, jedes Zeitalter hat seine Stärken und Schwächen. Wer die sogenannte Postmoderne bewertet, wird mit dem Buch Kohelet sagen können: "Es gibt nichts neues unter der Sonne". Insofern, als die Postmoderne nicht schlechter als auch besser als andere Zeitalter zu bewerten ist, so meine persönliche Meinung. Die Postmoderne ist nicht weiter von Gott weg, als die Menschen der Jahrtausende zuvor.
Die Stärken des von der Postmoderne geprägten Lebensausdruck sehe ich in Folgendem:
Beziehungsorientiertheit
Menschen sehen immer mehr Gemeinschaft untereinander und Beziehung miteinander als höchstes Lebensgut.
Komplexität
Menschen der Postmoderne können mit Komplexität umgehen. Sie schaffen es, mehere Perspektiven nebeneinander stehen zu lassen. Paradoxe Wahrheiten werden akzeptiert. Insofern wird das Leben in der Postmoderne reichhaltiger, ganzheitlicher.
Lebensorientierung
Wenn es um Wahrheit geht, um Konzepte und Theorie geht, so gleichen postmodern geprägte Menschen dies mit ihrem Leben ab. Pragmatismus nennen manche dies mit einer oft negativen Konotation. Ich finde das sehr entspannend.
"Hoffnungsvoller Pessimismus"
Entgegen der "No Future Generation" haben es postmodern geprägte Mneschen gelernt, trotz der drohenden apokalyptischen Szenarien (Umwelt, Nuklearkrieg, usw.) gelernt hoffnungsvoll in die Zukunft zu schauen. Der Mensch heutzutage ist sich bewußt, dass er in einer Risikogesellschaft lebt. Trotzdem lebt er mit der Einstellung, dass "schon alles wird".
Lust auf Neues
Ich beobachte eine aufgeschlossene Lust auf neue Erfahrungen, neues Wissen und neue Perspektiven. Ich persönlich finde das bereichernd.
Gott hält sich aus der Gesellschaft nicht raus. Deshalb kann die Postmoderne gar nicht das gottlose und schlechte zeitalter sein. Solange Gott in unserer Gesellschaft wirkt, wird es immer wieder positive Tendenzen geben. Gleichzeitig gibt es dort, wo Entfremdung ist, auch immer Sehnsucht nach Gott.
Es gibt wahrscheinlich noch mehr schöne Dinge am postmodernen Lebensstil. Das waren mal ein paar Dinge, die mir eingefallen sind. Weiteres könnt ihr gerne per Comment anfügen.
Ich mag mein postmodernes Leben !
Die Stärken des von der Postmoderne geprägten Lebensausdruck sehe ich in Folgendem:
Beziehungsorientiertheit
Menschen sehen immer mehr Gemeinschaft untereinander und Beziehung miteinander als höchstes Lebensgut.
Komplexität
Menschen der Postmoderne können mit Komplexität umgehen. Sie schaffen es, mehere Perspektiven nebeneinander stehen zu lassen. Paradoxe Wahrheiten werden akzeptiert. Insofern wird das Leben in der Postmoderne reichhaltiger, ganzheitlicher.
Lebensorientierung
Wenn es um Wahrheit geht, um Konzepte und Theorie geht, so gleichen postmodern geprägte Menschen dies mit ihrem Leben ab. Pragmatismus nennen manche dies mit einer oft negativen Konotation. Ich finde das sehr entspannend.
"Hoffnungsvoller Pessimismus"
Entgegen der "No Future Generation" haben es postmodern geprägte Mneschen gelernt, trotz der drohenden apokalyptischen Szenarien (Umwelt, Nuklearkrieg, usw.) gelernt hoffnungsvoll in die Zukunft zu schauen. Der Mensch heutzutage ist sich bewußt, dass er in einer Risikogesellschaft lebt. Trotzdem lebt er mit der Einstellung, dass "schon alles wird".
Lust auf Neues
Ich beobachte eine aufgeschlossene Lust auf neue Erfahrungen, neues Wissen und neue Perspektiven. Ich persönlich finde das bereichernd.
Gott hält sich aus der Gesellschaft nicht raus. Deshalb kann die Postmoderne gar nicht das gottlose und schlechte zeitalter sein. Solange Gott in unserer Gesellschaft wirkt, wird es immer wieder positive Tendenzen geben. Gleichzeitig gibt es dort, wo Entfremdung ist, auch immer Sehnsucht nach Gott.
Es gibt wahrscheinlich noch mehr schöne Dinge am postmodernen Lebensstil. Das waren mal ein paar Dinge, die mir eingefallen sind. Weiteres könnt ihr gerne per Comment anfügen.
Ich mag mein postmodernes Leben !
Diwan für Eisenhuts
Dieses 50 Jahre alte Stück habe ich für schlappe 49 EUR
bei ebay ersteigert. Manchmal ist ebay richtig toll...
Dienstag, Mai 10, 2005
Stöpsel raus !
Endlich hat man mir die Tamponate aus dem Ohr genommen, die bis dahin mein linkes Ohr völlig abgedichtet hat. Leider hat sich bei Hörtests herausgestellt, dass mein Gehör noch sehr eingeschränkt ist. Soll angeblich wieder werden. Und wieder darf ich die nächsten Wochen kein Sport treiben oder anstrengende Dinge tun. Das kotzt mich langsam an, ich bin schon ganz unausgelastet. Außerdem muss ich meine neue Wohnung bald renovieren. Oh Mann !
Montag, Mai 09, 2005
Hardcore in der Krone !

Am Sonntag geht das Küppel aus dem Sack Festival an den Start: Ab 21.00 geben Euch Alove for enemies/ Hardore N.Y. , sowie Opposition of One und die lokale HC Band Puke it out auf die Ohren. Also: Alle Hardwürste an` Start !
Sonntag, Mai 08, 2005
Jobwechsel
Nun ist es soweit. Ich habe meinen Job bei der Ev. Stadtmission gekündigt und werde ab dem 1.7. eine neue Stelle antreten.
Viele Gründe sprachen dafür, dass es für mich persönlich und auch für die Kinder- und Jugendarbeit der Stadtmission am besten wäre, wenn meine hauptamtliche Anstellung in meiner Gemeinde endet. Ich blicke zurück auf fast zweieinhalb lehrreiche und interessante Jahre und bin dankbar hier gewesen zu sein.
Da ich jedoch in keine andere Stadt ziehen werde, darf ich Darmstadt weiterhin als meine Lieblingsstadt, sowie die vielen Freunde hier genießen. Das ist sehr schön.
Viele Gründe sprachen dafür, dass es für mich persönlich und auch für die Kinder- und Jugendarbeit der Stadtmission am besten wäre, wenn meine hauptamtliche Anstellung in meiner Gemeinde endet. Ich blicke zurück auf fast zweieinhalb lehrreiche und interessante Jahre und bin dankbar hier gewesen zu sein.
Da ich jedoch in keine andere Stadt ziehen werde, darf ich Darmstadt weiterhin als meine Lieblingsstadt, sowie die vielen Freunde hier genießen. Das ist sehr schön.
Freitag, Mai 06, 2005
Wind of Change
Ein laues Lüftchen
eine angenmehme Brise
ist zu wenig.
Halte dich zurück Sturm !
Noch nicht.
Sammel Deine Kraft,
gib mir Leidenschaft, süße Lust.
Stärke mir den Rücken,
gürte meine Lenden.
Gib mir Dein Feuer
öffne mir das Herz.
eine angenmehme Brise
ist zu wenig.
Halte dich zurück Sturm !
Noch nicht.
Sammel Deine Kraft,
gib mir Leidenschaft, süße Lust.
Stärke mir den Rücken,
gürte meine Lenden.
Gib mir Dein Feuer
öffne mir das Herz.
Donnerstag, Mai 05, 2005
Zur Bewertung des postmodernen Lebenstil
Ist die Postmoderne ein Zeitalter der Schlechtigkeit und des sich "von Gott Entfernens" ? Ein weiteres Kapitel in der apokalyptischen Geschichte der Welt, die ihrem Ende entgegen steuert ? Nun ich persönlich glaube nicht.
Der These folgend, dass in jedem Zeitalter, die Menschheit von Gott entfremdet war und ist, gleichsam aber auch immer die Sehnsucht nach Gott, die unweigerlich mit der Entfremdung unweigerlich verbunden ist, stellt sich für mich das postmoderne Leben als ein Gemisch von negativen und auch widergöttlichen, sowie von positiven, sich Gott nähernden Dingen dar. Die sogenannte Postmoderne ist nicht besser und nicht schlechter als die Zeitalter davor. Seit dem Sündenfall leben wir in einer gefallenen Welt. Und da sich Gott immer noch nicht aus unserer Welt heraushält, finden wir in dieser unseren Welt ein Gemisch von positiven und negativen Dingen vor.
Der These folgend, dass in jedem Zeitalter, die Menschheit von Gott entfremdet war und ist, gleichsam aber auch immer die Sehnsucht nach Gott, die unweigerlich mit der Entfremdung unweigerlich verbunden ist, stellt sich für mich das postmoderne Leben als ein Gemisch von negativen und auch widergöttlichen, sowie von positiven, sich Gott nähernden Dingen dar. Die sogenannte Postmoderne ist nicht besser und nicht schlechter als die Zeitalter davor. Seit dem Sündenfall leben wir in einer gefallenen Welt. Und da sich Gott immer noch nicht aus unserer Welt heraushält, finden wir in dieser unseren Welt ein Gemisch von positiven und negativen Dingen vor.
Entspannung
Lange gewartet
lange ertragen
lange gekämpft, gescheitert
lange im Vakuum, die Nerven
zum Zerreißen gespannt
lange im Bahnhof, rastlos
ruhelos
lange zu Hause,
genervt
lange weggewesen auf
Wiesen und Feldern
Alles wird gut.
lange ertragen
lange gekämpft, gescheitert
lange im Vakuum, die Nerven
zum Zerreißen gespannt
lange im Bahnhof, rastlos
ruhelos
lange zu Hause,
genervt
lange weggewesen auf
Wiesen und Feldern
Alles wird gut.
Dienstag, Mai 03, 2005
Begriffswechsel von modern zu konsensual
In den letzten Monaten habe ich oft die Unterscheidung modern/postmodern benutzt, um Gemeinden zu bezeichen. Als Rsultat aus meinen vorhergehenden Überlegungen, möchte ich diese Unterscheidung auflösen und statt den Begriff "moderne Gemeinde", welches die herkömmlich strukturierte Gemeinde bezeichnet, die sich mit der Anschlußfähigkeit an die Postmoderne schwertut, den Begriff "konsensuale Gemeinde" einführen. Dazu werde ich demnächst den Begriff "konsensensuale Gemeinde" aus meiner Sich näher erläutern und beschreiben. Ich glaube, dass das Wesen der Gemeindestruktur, von der sich emerging church abgrenzt sehr gut mit dem Begriff "konsensual" zu bezeichnen ist. Mal sehen, wohin das führt...
Das Aufwachen des postmodernen Menschen
Modern- Postmodern. Das waren unsere Unterscheidungskriterien. Moderne Gemeinde- Postmoderne Gemeinde. Ist das so wirklich richtig ?
Nun man bezeichnet den Verlust des Glaubens an Fortschritt und Konsens wohl als ein Merkmal der Postmoderne. Ist das wirklich ein Verlust ? Ist es nicht ein Aufwachen ? Jahrhundertelang haben die Individuen der Gesellschaft versucht,der fortschreitenden Differenzierung und Separisierung entgegen zu wirken. Jahrhundertelang haben Menschen an Konsens, lineare Ordnung und Rationalität geglaubt. Und immer wieder gab es postmoderne Strömungen in der Gesellschaft (z.B. die deutsche Romantik). Ist das nicht ein Aufwachen ? Der postmoderne Mensch versucht sich nicht mehr einzureden, dass es einen Konsens geben muss und kann. Er glaubt nicht mehr an den linearen Fortschritt. Er ist "hoffnungsvoller Pessimist". Aber aufgewacht. Er stellt sich den Gegebenheiten dieser Gesellschaft, ohne groß zu jammern und an der Illusion des Konsens fest zu halten. Er sieht der Gesellschaft in ihr Gesicht und stellt sich drauf ein. Zieht seine Schlüsse und gestaltet sein Leben.
Postmoderne Gemeinde aus dieser Perspektive ist eine Gemeinde, die aufgewacht ist. Die nicht mehr über die Welt und Gesellschaft jammert, sondern ihre Schlüsse zieht und ihr Gemeindeleben gestaltet.
Nun man bezeichnet den Verlust des Glaubens an Fortschritt und Konsens wohl als ein Merkmal der Postmoderne. Ist das wirklich ein Verlust ? Ist es nicht ein Aufwachen ? Jahrhundertelang haben die Individuen der Gesellschaft versucht,der fortschreitenden Differenzierung und Separisierung entgegen zu wirken. Jahrhundertelang haben Menschen an Konsens, lineare Ordnung und Rationalität geglaubt. Und immer wieder gab es postmoderne Strömungen in der Gesellschaft (z.B. die deutsche Romantik). Ist das nicht ein Aufwachen ? Der postmoderne Mensch versucht sich nicht mehr einzureden, dass es einen Konsens geben muss und kann. Er glaubt nicht mehr an den linearen Fortschritt. Er ist "hoffnungsvoller Pessimist". Aber aufgewacht. Er stellt sich den Gegebenheiten dieser Gesellschaft, ohne groß zu jammern und an der Illusion des Konsens fest zu halten. Er sieht der Gesellschaft in ihr Gesicht und stellt sich drauf ein. Zieht seine Schlüsse und gestaltet sein Leben.
Postmoderne Gemeinde aus dieser Perspektive ist eine Gemeinde, die aufgewacht ist. Die nicht mehr über die Welt und Gesellschaft jammert, sondern ihre Schlüsse zieht und ihr Gemeindeleben gestaltet.
Postmoderne als radikale Umsetzung der Moderne
Öfters habe ich in meinen Posts ja versucht darzulegen, das die Postmoderne nicht einfach als Gegenreaktion auf die Moderne zu sehen ist. Einfache Dialektik im Sinne von These- Antithese ist hier wohl fehl am Platz.
Die Moderne, so meine These, den gesellschaftstheoretischen Beobachtungen von Niklas Luhmann (Die Gesellschaft der Gesellschaft, 1999) folgend, wird eingeläutet durch die funktionale Ausdifferenzierung der Gesellschaft in verschiedene gesellschaftliche Systeme (Politik, Kirche, Handwerkszünfte, Recht, Handel). Hieraus ergibt sich ein Prozess, der gesellschaftliche Bewertungen verschiedener Sachverhalte in verschiedenen Perspektiven ermöglicht. Der Pluralismus entsteht, so allmählich. Pluralismus, Multiperspektive, die Optionen mehrerer Wahrheiten sind keine postmoderne Errungenschaft, sondern ein Ergebnis aus der modernen Auflösung von der kirchlichen Verschmelzung von Religion und Moral, die zur Folge hatte, dass es in der Gesellschaft nur eine Perspektive gab: gottgefällig/ nicht gottgefällig. Und das legte die Kirche fest. Kopernikus, Gallilei waren deswegen gefährliche Kollegen, weil sie dieser Perspektive gottgefällig/ nicht gottgefällig eine weitere hinzufügten, nämlich die der Wissenschaft - wahr/ unwahr.
Die sich ausdifferenzierende Multiperspektive musste ein humanistisches System zur Folge haben. Denn wenn es mehrere Perspektiven gibt und somit mehrere Wahrheiten- dann ist der Mensch in der Notwendigkeit sich in das Zentrum der Welt zu setzen und von dort aus seine eigene Wirklichkeit, seine eigene Wahrheit, seine eigene Welt zu konstruieren.
Aus dieser Perspektive betrachtet erweist sich Postmoderne als eine radikale konsequente Umsetzung der Moderne: Wenn es mehrere Wahrheiten gibt, dann ist es nicht mehr wichtig die EINE Wahrheit zu finden. Wenn der Mensch seine Wahrheit selbstz konstruiert, dann wird er das als Wahrheit bezeichnen, was er subjektiv erlebt.
Die konsequente Ausdiffrenzierung der Gesellschaft, in der Postmoderne in immer mehr soziale Kleinstsysteme, erweist sich wiederum als eine konsequnete Umsetzung der modernen Entwicklung.
Insofern sind postmodern geprägte Menschen, die besseren modenen Menschen. Menschen, die mit der Modernität unserer Welt besser zurecht kommen.
Postmoderne erweist sich in diesem Kontext nicht als Gegenbewegung zur Moderne, sondern als selbstverständliche Umsetzung dieser.
Die Moderne, so meine These, den gesellschaftstheoretischen Beobachtungen von Niklas Luhmann (Die Gesellschaft der Gesellschaft, 1999) folgend, wird eingeläutet durch die funktionale Ausdifferenzierung der Gesellschaft in verschiedene gesellschaftliche Systeme (Politik, Kirche, Handwerkszünfte, Recht, Handel). Hieraus ergibt sich ein Prozess, der gesellschaftliche Bewertungen verschiedener Sachverhalte in verschiedenen Perspektiven ermöglicht. Der Pluralismus entsteht, so allmählich. Pluralismus, Multiperspektive, die Optionen mehrerer Wahrheiten sind keine postmoderne Errungenschaft, sondern ein Ergebnis aus der modernen Auflösung von der kirchlichen Verschmelzung von Religion und Moral, die zur Folge hatte, dass es in der Gesellschaft nur eine Perspektive gab: gottgefällig/ nicht gottgefällig. Und das legte die Kirche fest. Kopernikus, Gallilei waren deswegen gefährliche Kollegen, weil sie dieser Perspektive gottgefällig/ nicht gottgefällig eine weitere hinzufügten, nämlich die der Wissenschaft - wahr/ unwahr.
Die sich ausdifferenzierende Multiperspektive musste ein humanistisches System zur Folge haben. Denn wenn es mehrere Perspektiven gibt und somit mehrere Wahrheiten- dann ist der Mensch in der Notwendigkeit sich in das Zentrum der Welt zu setzen und von dort aus seine eigene Wirklichkeit, seine eigene Wahrheit, seine eigene Welt zu konstruieren.
Aus dieser Perspektive betrachtet erweist sich Postmoderne als eine radikale konsequente Umsetzung der Moderne: Wenn es mehrere Wahrheiten gibt, dann ist es nicht mehr wichtig die EINE Wahrheit zu finden. Wenn der Mensch seine Wahrheit selbstz konstruiert, dann wird er das als Wahrheit bezeichnen, was er subjektiv erlebt.
Die konsequente Ausdiffrenzierung der Gesellschaft, in der Postmoderne in immer mehr soziale Kleinstsysteme, erweist sich wiederum als eine konsequnete Umsetzung der modernen Entwicklung.
Insofern sind postmodern geprägte Menschen, die besseren modenen Menschen. Menschen, die mit der Modernität unserer Welt besser zurecht kommen.
Postmoderne erweist sich in diesem Kontext nicht als Gegenbewegung zur Moderne, sondern als selbstverständliche Umsetzung dieser.
Montag, Mai 02, 2005
3rd Place - Hurra !
Hurra ! Wir sind einen Schritt weiter in den Mietverhandlungen für unser kleines Ladenlokal. 30qm für 300 EUR warm. Sehr schöner Raum...
Väter knutscht Eure Söhne !

Immer wieder reagieren Leute darauf befremdlich, dass ich mit meinen Söhnen so viel schmuse, kuschele und sie knutsche. Neulich meinten sogar Leute mich warnen zu müssen, dass meine Söhne noch homosexuell würden, wenn ich so viel zärtlich mit ihnen bin. Also, wer mich kennt, weiß, dass ich ebenso sehr hart mit meinen Söhnen umgehe.
Allerdings fand ich es schon sehr krass: Haben Väter heutzutage Angst, zärtlich mit ihren Söhnen zu sein, weil sie befürchten, dass ihr Sohn schwul wird ? Oder haben Väter generell homophobe Ängste vor Zärtlichkeit mit ihren Söhnen und fürchten sich vor eigenen zärtlichen Anwandlungen gegenüber Männern ?
Ich kann nur sagen: Väter- knutscht Eure Söhne !
An jedem verdammten Sonntag...

Gestern habe ich oben genannten Film in TV gesehen. Oh ja, das prickelt ! Habe eh`schon seit Monaten den Wunsch, wieder mit dem Footballspielen zu beginnen. American Football ist einfach die Königin der Spiele: Kraft, Eleganz, Strategie, Disziplin, Teamspirit.
Wer meint, dass Football ein gewaltvolles Spiel ist, hat absolut recht. Deswegen liebe ich es, weil es mir jenseits von Pädagogik und Bibelarbeiten noch klar macht, dass es auch andere Seiten im Leben gibt.
"An jedem verdammten Sonntag gewinnst Du oder verlierst Du. Wichtig ist, dass Du wie ein Mann gewinnst oder verlierst..."
Sonntag, Mai 01, 2005
Mündigkeit ?
Nach zwei Jahren Arbeit mit wundervollen jungen Menschen, macht sich der Jugendhauskreis meiner gemeinde nun etwas selbständig. Will heißen, dass sie ihren Hauskreis selbst gestalten. Die MädelZ, eigentlich schon tolle junge Frauen, sind so zwischen 16- 17 jahre alt und zu sechst in ihrem Hauskreis.
Ich freue mich sehr darüber, höre aber nun auch Kritik, dass man die MädelZ nicht alleine losziehen lassen kann. Ach ja- Lila ist weiterhin dabei, so als halbe Mitarbeiterin.
Was denkt, ihr ? Sind MädelZ im Alter von 16-17 Jahren in der Lage, selber geistlich für sich zu sorgen und Leiterschaft in ihrem Hauskreis zu leben ?
Ich freue mich sehr darüber, höre aber nun auch Kritik, dass man die MädelZ nicht alleine losziehen lassen kann. Ach ja- Lila ist weiterhin dabei, so als halbe Mitarbeiterin.
Was denkt, ihr ? Sind MädelZ im Alter von 16-17 Jahren in der Lage, selber geistlich für sich zu sorgen und Leiterschaft in ihrem Hauskreis zu leben ?
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